Neues Konzept – Afa hatte eingeladen

SPD-Bundestagsabgeordneter sprach in Melsungen: Schaaf hatte die Rente im Gepäck

Lust auf Regierung: Die SPD-Politiker von links Dr. Edgar Franke, Olaf Schüssler von der Afa-Nordhessen und Anton Schaaf in Melsungen im Hotel Centrinum. Foto: Dewert

Schwalm-Eder. Anton Schaaf und Dr. Edgar Franke haben gut lachen. Die Altersversorgung der beiden SPD-Bundestagsabgeordneten ist gesichert.

Mit ihrem neuen Rentenkonzept will die SPD dies flächendeckend für alle bundesdeutschen Einwohner. „Wir müssen unbedingt die Lebenssituation der Menschen in Deutschland verbessern. Besonders auch die der vielen Menschen, die von Altersarmut betroffen sind“, sagte Anton Schaaf.

Der 50-jährige SPD-Politiker ist rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion. Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Melsungen und der Arbeitsgemeinschaft für nordhessische Arbeitnehmerfragen der SPD (Afa) sprach er in der Melsunger Stadthalle und hatte das neue Rentenpapier dabei. Auch wenn es kein Allheilmittel sein kann: Die SPD bezeichnet es als erstes richtiges Konzept zur Neustrukturierung der Rentenpolitik. Mit dem Konzept habe man eines der drei anstehenden Megathemen abgearbeitet, sagte Volker Wagner, SPD-Fraktionsvorsitzender in Melsungen. Die beiden anderen Themen seien die weltweiten Finanzmärkte und die Europapolitik. Im Gegensatz zur CDU habe man seine Hausaufgaben gemacht: „Wir haben die besseren Antworten. Das weiß ich“, sagte Schaaf im Brustton der Überzeugung. Auf ihren Wahrheitsgehalt ließe sich diese Aussage nur überprüfen, wenn die SPD im kommenden Jahr in die Regierungsverantwortung käme. Das werde gelingen, zeigte sich Schaaf selbstbewusst. „Wir schärfen unser Profil und wollen unser angestammtes Klientel zurückgewinnen“, sagte Schaaf.

Das Rentenkonzept soll dabei helfen. Einige Eckpunkte im Überblick: Wer 45 Versicherungsjahre aufweist, soll ohne Abschläge vor dem 65. Lebensjahr in Rente gehen können, Solidarrente von 850 Euro als Mindestabsicherung und Arbeitszeitreduzierung in körperlich anstrengenden Berufen auf 70 Prozent.

Quelle: HNA

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