Neue Pläne für Gelände auf dem seit 20 Jahren die ehemalige Stuhlfabrik leer steht

Der Schandfleck soll weg

Verfällt: Ein großer Teil der ehemaligen Stuhlfabrik steht seit mehr als 20 Jahren leer. Foto: Yüce

Remsfeld. Ein großer Teil der ehemaligen Stuhlfabrik in Remsfeld steht seit über 20 Jahren leer. Mehr noch, die Gebäude verfallen und gelten schon seit Jahren als ein Schandfleck im sonst so vitalen Ortskern. Nun gibt es neue Pläne für die Zukunft des etwa 2,2 Hektar großen Areals. „Es könnte ein neues Angebot zum Wohnen und Leben im Ort entstehen, das es so in der Gemeinde noch nicht gibt“, sagt Bürgermeister Jörg Müller.

Individuelle Wohn- und Pflegeangebote könnten auf dem Gelände entstehen, dass die Hessische Landgesellschaft im vergangenen Jahr für die Gemeinde Knüllwald erworben hat. „Der Bedarf für altersgerechtes Wohnen scheint gegeben zu sein“, sagt Müller mit Blick auf ein Gutachten.

Nicht nur für Ältere

Davon angesprochen fühlen sollen sich jedoch nicht nur ältere Menschen. Vielmehr gehe es um eine Kombination von Wohn- und Pflegeangeboten. „Ein Wohnungsangebot für alle Altersgruppen sowie unterschiedliche Haushaltsgrößen“, heißt es in dem Gutachten zu dem Stadtumbauprojekt. Dementsprechend differenziert müsste das Wohnungsangebot vom Zimmer in einer (betreuten) Wohngemeinschaft über Kleinwohnungen bis zum Einfamilienhaus entwickelt werden können, heißt es weiter. Zudem sollen Gruppenwohnungen und Pflegewohnplätze geschaffen werden.

„Wer jetzt aus Altersgründen sein Haus oder seine Wohnung aufgeben muss, findet in Knüllwald kein Angebot für altersgerechtes Wohnen“, sagt Müller. Immer wieder hätten ältere Menschen die Gemeinde deshalb verlassen, erklärt er und nennt gleich ein Beispiel einer älteren Frau, die nun in Kassel lebt.

Das Gelände sei für den Stadtumbau West angemeldet, so Müller. Dadurch seien Zuschüsse in Höhe von 70 Prozent möglich. Noch seien die Kosten nicht genau abzusehen. Doch gehe man davon aus, dass die Entrümpelung und der Abriss 365 000 Euro kosten, der Kauf des Geländes macht 39 000 Euro aus.

Ein Investor müsse noch gefunden werden, doch sieht Müller darin kein größeres Problem. „Es wäre eine Investition, die sich auszahlt“, sagt er. Zudem müsse man Gespräche mit Anbietern von Pflegediensten führen. Doch zunächst muss sich heute das Parlament mit den Plänen befassen. Sitzung: 20 Uhr, Bürgerhaus Remsfeld.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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