Heimatforscher bittet um Hinweise

Das Rätsel vom Scharfenstein: Gudensberger grübelt über Form des Basalt-Berges

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Auf der Spur des Scharfensteins: Heinz Freudenstein bittet um Hinweise.

Gudensberg. Er ist nicht zu übersehen, schon gar nicht, wenn man auf der Autobahn 49 an ihm vorbeifährt: Der Scharfenstein  ist ein zerklüfteter Basaltkegel und ragt 50 Meter aus der Landschaft empor. Der Gudensberger Heinz Freudenstein  beschäftigt sich mit der Geschichte des Berges.

Als Bestandteil der Gudensberger Kuppenschwelle ist er dem Odenberg vorgelagert. Wer sich dem Scharfenstein nähert, erkennt, dass dieser seinen Namen zu Recht trägt. Wo der Basalt gebrochen ist, hat er messerscharfe Gesteinskanten. Der Berg hat also nicht immer so ausgesehen.

Fragen über Fragen 

Doch wie war sein Erscheinungsbild in früheren Zeiten? War er vielleicht ursprünglich höher? Und wenn ja, wie hoch? Das sind Fragen, die den Gudensberger Heinz Freudenstein beschäftigen.

Er ist in Niedervorschütz groß geworden und interessiert sich seit seiner Jugend für die Geschichte der Region. Auf die Historie des Basaltkegels bei Dissen war er durch zwei Abbildungen aus dem 19. Jahrhundert aufmerksam geworden.

Damalige Naturwissenschaftler erkannten, dass es sich beim Scharfenstein um ein botanisches Kleinod handelt. Dort wuchsen und wachsen bis heute Pflanzen, die man nicht oft in der Region findet.

Am Fuß und an den unteren Hängen gibt es mehrere Farne und Moosarten. Außerdem der Rasen-Steinbrech und die große Fetthenne.

Markanter Basaltkegel: Der Scharfenstein bei Gudensberg ist auch ein Anziehungspunkt für Wanderer und Kletterer. Foto: Eberlein/Archiv

Doch das interessiert Heinz Freudenstein weniger als die Frage nach der ursprünglichen Form des Berges. Die alten Abbildungen zeigen den Scharfenstein aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Und jeweils, so wunderte sich Heinz Freudenstein, sieht der Berg auf den Bildern ganz anders aus als heute.

Künstlerische Freiheit? 

Kontakt: 

Heinz Freudenstein, Telefon 05603/6161.

Ob es sich bei den Abweichungen schlicht um künstlerische Freiheit handelt, oder ob die Form des Berges sich tatsächlich verändert hat, das möchte Freudenstein mit Hilfe von weiteren Heimatinteressierten herausfinden. Er sucht Mitstreiter, die mit ihm in Archiven und gegebenenfalls auch direkt am Berg nach des Rätsels Lösung suchen.

Vielleicht, so hofft Freudenstein, entsteht aus den vielen gesammelten Informationen nach und nach, wie bei einem Puzzle, ein Ganzes, das Aufschluss über das Rätsel des Scharfensteins gibt.

Quelle: HNA

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