Geocaching: Neues Freizeitvergnügen im Naturparkzentrum Habichtswald

Zierenberg. Daniel Waßmuth wirft einen Blick auf seinen GPS-Empfänger, legt die Stirn in Runzeln und zeigt in Richtung des Waldes. Das kleine Plastikgerät in seiner Hand wird von Satelliten mit Koordinaten gespeist und verrät dem 14-Jährigen und seinen fünf Mitstreitern den richtigen Kurs.

Daniel kommt aus Dörnberg und macht zum ersten Mal beim Geocaching mit. Das Freizeitvergnügen mit dem englischen Namen ist eine Art moderner Schnitzeljagd, jetzt bot die Therapeutin und Pädagogin Petra Schildwächter zusammen mit Geocacher Axel Ditteney erstmals eine solche Schatzjagd am Dörnberg an.

Via Satellit

„Geocaching ist mittlerweile ein weltumfassendes Hobby“, sagte Petra Schildwächter. Und Axel Ditteney, der seit vielen Jahren begeisterter Geocacher ist, ergänzte: „Millionen Menschen haben in aller Herren Länder Millionen kleiner Schätze versteckt.“ Das sind sogenannte Caches, zu deutsch Verstecke oder geheime Lager. Filmdosen und andere Plastikbehältnisse, in denen Gimmicks zu finden sind - Schlumpffiguren etwa. Oder Logbücher, in die sich die Geocacher eintragen.

Über ein Satellitenverbindung, die ähnlich wie das Navigationssystem im Auto funktioniert, finden die Geocacher die Orte, an denen sie suchen müssen.

Jetzt geht’s los in Richtung Schatz: Petra Schildwächter (Zweite von links) und Axel Ditteney (Zweiter von rechts) erklären den Teilnehmern, wie Geocaching funktioniert. Foto: Markus Berger

Zurück zu Daniel. Sein Empfangsgerät hat ihn und seine Gruppe in ein nahegelegenes Waldstück gelotst. Der kleine Computer zeigt an, dass der Schatz in etwa zwei Metern Entfernung versteckt sein muss.

Jetzt heißt es suchen. In Baumlöchern, unter Laubmassen, in der Erde. „Gar nicht so einfach, das Chache zu finden“, sagt Marina Reek-Hillebrand, die zusammen mit ihrer Tochter Lotta Hillebrand extra aus dem Schwalm-Eder-Kreis nach Habichtswald gekommen war. Dabei sind die beiden keine Neulinge im Geocaching. „Das ist eine gute Möglichkeit, die Kinder raus in die Natur zu locken“, sagt die Schatzsucherin.

„Ich hab’s!“, ruft Lukas Bertram. Der 14-Jährige aus Dörnberg, der zusammen mit Daniel Waßmuth zum Geocaching gekommen ist, hält eine Filmdose in der Hand - das begehrte Cache. Der Inhalt: ein Logbuch. Das ist ein Zettel, auf dem sich die Abenteurer eintragen, bevor das Cache wieder in sein Versteck gebracht wird. „Den ersten Schatz haben wir nun gefunden - jetzt geht’s weiter zum nächsten“, sagt Axel Ditteney, der schon in Hamburg und an der Nordsee, in Andalusien und in Griechenland auf Schatzjagd gewesen ist, und gibt die neuen Koordinaten in sein GPS-Gerät ein.

„Wir müssen zum Helfenstein“, sagt Petra Schildwächter, und schon setzt sich die Gruppe in Bewegung. Ab über die Wiese und den kleinen Berg hinauf.

Nach zwanzig Minuten ist auch hier der Schatz geborgen, wieder vom 14-jährigen Lukas. Wieder ein Logbuch. Also eintragen, zurückpacken, weiter. Die Begeisterung der Habichtswalder Geocacher steigert sich von Schatz zu Schatz. Daniel Waßmuth jedenfalls ist bereits ein echter Fan dieses Freizeitvergnügens: „Ich werde das bestimmt mal wieder machen.“

Quelle: HNA

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