Tuning-Fans aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Holland und Belgien

Eine Schau der Extreme - 1600 getunte Autos in Borken

Borken. Eine Schau der Superlative erlebten die Fans getunter Autos am Pfingstmontag auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks in Borken.

Über 1600 zum Teil extrem hoch- und umgerüstete Fahrzeuge standen dort in Reih und Glied und wurden von den Besuchern bestaunt.

Veranstalterin Mandy Ernst aus Burgwald-Bottendorf hatte das Treffen organisiert - bereits zum zweiten Mal in Borken. Seit ihrem 16. Lebensjahr ist sie in der Szene dabei, seit fünf Jahren organisiert sie solche Veranstaltungen.

Über Facebook war das Treffen beworben worden, mit riesengroßem Erfolg, wie man sehen konnte. Nicht nur aus Deutschland, auch aus Frankreich, Luxemburg, Holland und Belgien waren die Tuning-Fans angereist. Unter den ausgestellten Fahrzeugen fanden sich auch einige besonders auffälligen. Hier zwei Beispiele:

Beispiel 1

Nach dem Motto „Hochglanzpoliert kann jeder“ stellten Mirco Guhr (33) und Robert Rasche (26) aus Sachsen ihren VW Polo aus dem Jahr 1986 im Rat-Style vor.

So nennt man Autos, die bis auf das Grundblech abgeschliffen werden und dann ganz normal Rost angesetzt haben. Der Polo ist zwar fahrtauglich, aber nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Deshalb hatten die Sachsen den Polo auf dem Hänger mitgebracht. Seit drei Jahren tüfteln sie an dem Auto - mit kuriosen Ergebnissen: Eine Skeletthand wurde als Außenspiegel angebracht, ein Radkasten mit Kronkorken verkleidet und der Kühlergrill mit Hammer und Sichel verziert.

Im Innenraum ist der Polo sehr spartanisch gehalten. Das Armaturenbrett ist mit Rinde bezogen, Stoffe und Polster wurden entfernt. Dazu verleihen künstliche Spinnweben dem sächsischen Rost-Kunstwerk eine besondere Note.

Beispiel 2

Das ganze Gegenteil ist das Hyunday-Coupé von Stefan Hinke und Katharina Schoppa aus Kamen in Nordrhein-Westfalen. An diesem Traum in Ibis-Weiss ist nichts mehr, wie es beim Kauf vor zehn Jahren war. Für 10.000 Euro hat Stefan Hinke das Auto gekauft und in zehn Jahren etwa 30.000 Euro investiert, wie Katharina Schoppa sagte.

Der ganze Wagen ist auf Hochglanz poliert, innen mit viel Glas- und Lichtelementen versehen und einfach ein absoluter Hingucker. „Wir machen keinen Urlaub, und der Hyunday ist unser gemeinsames Hobby“, erzählte die junge Frau.

Doch die bisherigen Um- und Anbauten sind noch nicht das Ende der Fahnenstange, wie sie sagte. Bei Veranstaltungen wie in Borken holen sich die beiden Anregungen und setzen die dann in den Wintermonaten um.

Quelle: HNA

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