Scheunenbrand in Weidelbach: 250.000 Euro Schaden 

Weidelbach. Eine Scheune an der Straße Torhof in Weidelbach ist am Mittwochnachmittag fast vollständig niedergebrannt. Auch eine Solaranlage auf dem Dach wurde zerstört.

Den Schaden schätzt der betroffene Landwirt Harald Sinning auf 250.000 Euro. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Aktualisiert um 17.40 Uhr

Kurz nach 15 Uhr sah der 30-jährige Schwiegersohn des Landwirts Rauch aus der Scheune aufsteigen. Er versuchte noch mit einem Feuerlöscher, die Flammen, die sich rasend schnell in den Heu- und Strohvorräten ausbreiteten, zu löschen. Das Feuer war jedoch schon zu weit fortgeschritten. Hofbesitzer Harald Sinning, selbst aktiver Feuerwehrmann, alarmierte die Feuerwehr und half mit, die Flammen zu bekämpfen.

Scheunenbrand in Weidelbach

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren schlugen die Flammen schon aus dem Dach und hatten große Teile der Photovoltaikanlage zerstört. Insgesamt waren 38 Feuerwehrleute aus Weidelbach, Bischofferode, Vockerode, Pfieffe und Spangenberg sowie der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Homberg, der Notarzt aus Melsungen und ein Rettungswagen aus Spangenberg im Einsatz.

Möglicherweise wurde der Brand durch Funkenflug bei Schleifarbeiten in der Scheune verursacht. Zur genauen Ermittlung der Brandursache wurden Spezialisten der Polizeidirektion Homberg hinzugezogen. Die Feuerwehren hatten das Feuer nach etwa einer halben Stunde unter Kontrolle, allerdings ziehen sich die Nachlöscharbeiten noch weiter hin, da im Heu und Stroh immer wieder Flammen aufflackern.

Am späten Mittwochnachmittag sollte damit begonnen werden, mit einem Schlepper die immer wieder aufglimmenden Strohballen aus der Scheune zu fahren. Wegen der starken Rauchentwicklung musste der Schlepperfahrer dabei auch Atemschutz tragen. Stadtbrandinspektor Stefan Salzmann äußerte sich positiv über den schnellen Ablauf der Löscharbeiten. So konnte ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Bewährt hat sich dabei auch der Feuerlöschteich in dem Spangenberger Stadtteil, hierdurch hatten die Wehren genügend Löschwasser zur Verfügung.

Teilweise wurden zu Beginn der Löscharbeiten über 2000 Liter Wasser pro Minute in die Flammen gespritzt. Geschockt mussten der Landwirt und sein Schwiegersohn mit ansehen, wie die Scheune ein Raub der Flammen wurde. Das Gebäude war erst im Jahr 2009 errichtet worden und diente zum Abstellen landwirtschaftlicher Maschinen und zur Lagerung von Heu und Stroh.

Von Helmut Wenderoth

Quelle: HNA

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