Ein Schild erinnert an früheren Bürgermeister Kurt Stöhr

Unser Archivfoto zeigt Stöhr im Jahr 2004 vor der Strauchgrabenbrücke.

Malsfeld. Das interkommunale Gewerbegebiet in Ostheim war sein großes Projekt: Kurt Stöhr, langjähriger Bürgermeister von Malsfeld, hatte sich immer dafür stark gemacht. Jetzt, sechs Jahre nach seinem Tod, wurde eine Straße in diesem Gewerbegebiet nach ihm benannt.

Die Gemeindestraße vom Kreisverkehrsplatz an der A7-Anschlussstelle Malsfeld bis zur Ortsdurchfahrt Ostheim trägt nun den Namen „Kurt-Stöhr-Straße“. Die Umbenennung der Straße ist sozusagen auch ein Geburtstagsgeschenk für Kurt Stöhr: Denn am heutigen Dienstag, 9. September wäre er 80 Jahre alt geworden.

Noch während seiner Amtszeit als Bürgermeister hatte Kurt Stöhr die Idee angestoßen, zusammen mit anderen Städten und Gemeinden ein interkommunales Gewerbegebiet zu gründen. Da lag es nahe, dass Stöhr nach der Zeit als Bürgermeister Geschäftsführer des Zweckverbands für das Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal wurde. Ein Ehrenamt, das Stöhr als Fulltime-Job betrachtete, sagte Malsfelds heutiger Bürgermeister Herbert Vaupel bei der Enthüllung des Schildes. „Er war ein Mann, der einfach aktiv sein musste“, so beschrieb Vaupel den Malsfelder Ehrenbürgermeister. Dem kann Stöhrs Ehefrau Gitta nur zustimmen: „Er war kein Büromensch, sondern wollte gern an Ort und Stelle dabei sein.“

Fürs Familienleben sei ihrem Mann da aber nur ganz wenig Zeit geblieben. „Er war immer viel für andere da.“ Seine Arbeit brachte Kurt Stöhr oft mit nach Hause: Auch am Wochenende klingelte sein Telefon ständig, und häufig nahm die Familie Stöhr Gäste des Bürgermeisters auf, etwa aus der französischen Partnerstadt Moyaux.

Dies war eines der Projekte, für die sich Kurt Stöhr stark gemacht hat: der neue Autobahnzubringer zur Anschlusstelle Malsfeld-Ostheim.

Trotzdem blickt Gitta Stöhr gern auf diese bewegten Jahre zurück: „Es war eine schöne Zeit, und ich bin froh, dass wir es so gemacht haben.“

Stöhrs Engagement jedenfalls hat sich gelohnt: Das Gewerbegebiet in Ostheim wird gut angenommen. „Kurt Stöhr würde sich freuen, zu sehen, dass inzwischen nur einen Steinwurf von seinem Heimatort entfernt 540 Arbeitsplätze entstanden sind“, sagte Bürgermeister Vaupel.

Kurt Stöhr sei für die Gemeinde Malsfeld „ein unermüdlicher Motor“ gewesen, sagte Vaupel. Doch dieser Motor geriet im September 2008, kurz nach Stöhrs 74. Geburtstag, ins Stocken. Sein Tod kam damals völlig überraschend.

Die Malsfelder werden ihn in Erinnerung behalten - auch dank der Straße, die nun seinen Namen trägt. „Das ist eine Ehre“, sagte Gitta Stöhr, „das hat er sich redlich verdient.“

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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