Seit 150 Jahren gibt es in Caßdorf die Firma Löwer-Maschinen – Wichtig: Qualität und Innovation

Schleifmaschinen bis nach Dubai

Das Herzstück einer modernen Schleifmaschine: Der aktuelle Firmenchef Friedrich von Schumann, dessen Familie seit 1861 den Betrieb führt. Foto: Thiery

Homberg. Als Konrad Wormsbächer 1861 seine Schmiede in Caßdorf gründete, hätte er sicher nicht gedacht, dass seine Nachfahren einmal Maschinen bis nach Dubai liefern würden. In der 6. Generation besteht nun die Firma Löwer-Maschinen im Familienbetrieb. Im Jahr ihres 150-jährigen Bestehens gehen ihre Schleifmaschinen für die Holz- und Metallbearbeitung in die ganze Welt.

Um die Jahrhundertwende baute man dort noch Mühlräder und später landwirtschaftliche Geräte zusammen. Eine entscheidende Wende brachte der Bau der Eisengießerei. Dort wurden erste Maschinenteile für die eigene Produktion, aber auch für fremde Firmen gegossen. „Das ermöglichte zum ersten Mal die Fertigung von Maschinen für die Holzbearbeitung und legte den Grundstein für die weitere Entwicklung“, sagt der heutige Firmeninhaber Friedrich von Schumann.

Bandsägen, Fräsen und Hobelmaschinen wurden zur Grundlage des Geschäftes. Die Firma wuchs nach dem 2. Weltkrieg und lieferte bereits in den 70er-Jahren unter der Leitung von Lothar von Schumann nach ganz Deutschland und in die europäischen Nachbarländer aus. Eine der bedeutendsten Neuerungen in dieser Zeit waren Anlagen für den Zwischenschliff, speziell für die Fensterindustrie in den 80er Jahren. Als der gesamte deutsche Markt für Holzbearbeitungsmaschinen Ende der neunziger Jahre in eine Krise kam, „mussten Ideen her“, erinnert sich Schumann. Mittlerweile hatte er den Betrieb übernommen. Er entwickelte die ersten Schleifmaschinen für die Möbelindustrie und schuf sich so einen neuen weltweiten Absatzmarkt.

Seit der Jahrtausendwende hat er auch Kunden in Amerika, weitete das Geschäftsfeld auch auf Asien und den mittleren Osten aus. „Der Exportanteil beträgt mittlerweile 75 Prozent“, sagt Schumann.

Ein weiteres Standbein wurde der Bau von Metallschleifmaschinen. „Damit nutzten wir unsere Erfahrung in der Schleiftechnik und bauten uns eine neue Zielgruppe auf“, sagt er. Heute stehe Löwer für innovative Bürst- und Bandschleifmaschinen.

Das Unternehmen produziert seit der Zeit seiner Gründung am Standort in Caßdorf mit den Menschen vor Ort. „Mit unseren ausgebildeten Facharbeitern und Ingenieuren können wir noch mit dem Qualitätsbegriff werben. Made in Germany hat in der Welt immer noch eine Bedeutung“, sagt der Chef. (zty)

Quelle: HNA

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