Schlossbergschule zog von Homberg nach Wabern um - LWV investierte 5 Mio.

Wabern. Die Schlossbergschule für Erziehungshilfe und für Kranke ist von Homberg nach Wabern umgezogen. "Wir haben drei Fliegen mit einem Handstreich erledigt."

Das sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl bei der Übergabe der renovierten Nebengebäude des Waberner Jagdschlosses an die Schlossbergschule. Zunächst war nur der Umzug der Grund- und Mittelstufe nach Wabern geplant. Als aber die benachbarte Hermann-Schafft-Schule um einen neuen Schulzweig erweitert wurde und mehr Raum benötigte, wurde beschlossen, die gesamte Schloßbergschule umzusiedeln.

Beide Schulen hätten jetzt mehr Platz, und der Standort Wabern sei gestärkt worden, sagte der Landrat. Der Landeswohlfahrtsverband (LWV), der Schulträger der Schlossbergschule ist und dem seit der Gründung des Kommunalverbandes die Gebäude gehören, steckte 5,4 Millionen Euro in die Sanierung. Die alten Gebäude gehören zum ehemaligen Jagdschloss des Landgrafen Karl. 200.000 Euro kamen von der Denkmalpflege.

Umgebaut wurden die über 100 Jahre alte Direktorenvilla, der ehemalige Marstall und die drei Pavillons, die früher von Wohngruppen des Jugendheims Karlshof genutzt wurden. Im Direktorenhaus sind nun eine Bibliothek, Lehrerzimmer und Büros untergebracht, Marstallgebäude und Pavillons beherbergen Klassen- und Differenzierungsräume, dazu gehören unter anderem ein Computerraum, ein Töpferraum, ein Fitnessraum und ein Aufenthaltsraum. Geplant ist auch die Sanierung der alten Turnhalle. Im Außengelände sollen noch Spiel- und Klettergeräte aufgestellt werden.

130 Kinder und Jugendliche werden derzeit an der Schlossbergschule in 21 Klassen unterrichtet. Rund ein Viertel der Schüler stammt aus den Wohngruppen des Pädagogisch-Medizinischen Zentrums der Vitos GmbH, die nebenan im ehemaligen Jagdschloss ihre Räume hat. Im ersten Halbjahr haben 48 Schüler aus dem Schwalm-Eder-Kreis die Förderschule besucht. (yma)

Quelle: HNA

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