Heute wird gefeiert: Jubiläen für die Lochbachklamm und den Waldlehrpfad

Aufhübschen für das Fest: Thomas Wettlaufer, Rainer und Friedhelm Krause reparieren die Brücken in der Klamm. Foto: Thiery

Hülsa. Jeden Monat führt Rainer Krauses Weg einmal durch die 900 Meter lange Lochbachklamm bei Hülsa.

Er kontrolliert den Zustand der Holzbrücken, die über das Rinnsal des Lochbaches führen, der sich in Tausenden von Jahren seinen Weg durch das Knüllgebirge gebahnt hat und dabei eine Klamm hat entstehen lassen, die einmalig in Nordhessen ist. Seit 30 Jahren ist der Pfad touristisch ausgebaut: Das soll am heutigen Samstag, 2. Juni, ab 14 Uhr mit einem Fest gefeiert werden.

Immer wieder begegnet man Wanderern: Der acht Kilometer lange Lochbachpfad führt durch die Klamm und ist als Premium-Wanderweg ausgezeichnet. „Meine Gäste nutzen den Weg gern“, sagt auch der Hülsaer Hotelier Thomas Wettlaufer, der bei der Reparatur der Brücken mit anpackt.

Einzigartige Natur

Ein Trampelpfad führt durch das idyllische Naturschauspiel, hier und da laden die Tische und Bänke zu einer kleinen Rast ein, bei der man die einzigartige Natur ganz in Ruhe betrachten kann. „Vor dreißig Jahren war der Ausbau der Klamm eine heikle Geschichte“, sagt Rainer Krause. Schon 1965 habe es erste Ansätze gegeben, das Naturwunder auch für Touristen begehbar zu machen. Der damalige Bürgermeister Jakob Maikranz habe die Idee gehabt.

Mehrere Anträge folgten in den Jahren darauf, um Geld dafür zu bekommen. Das kam dann aber erst Anfang der 80er-Jahre, und so wurde die Klamm 1982 zu einem Drittel fertig gestellt, 1987 wurde sie erweitert. Immer wieder müssen die 16 Brücken und Stege erneuert werden, die Feuchtigkeit frisst sich ins Holz. „Mittlerweile ersetzen wir das Fichtenholz durch Eichenbohlen, die halten länger“, sagt Krause.

Auch für das Fest am Sonntag soll alles wieder in Schuss sein. Gleichzeitig mit der Feier der Klamm hat auch der Waldlehrpfad, der nur einige Meter weiter oben durch das Waldgebiet führt, einen runden Geburtstag. Er wurde vor 50 Jahren installiert und war in den Zeiten der boomenden Tourismus ein Anziehungspunkt. Die Informationstafeln berichten über Baumarten, Vegetation und Tierarten.

Der Rundweg besteht aus zwei Kilometern und wird heute vorwiegend als Spazierweg oder Nordic-Walking Strecke genutzt. Am Sonntag wird am Eingang zur Klamm gefeiert. (zty)

Quelle: HNA

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