Rund 60 regionale Produzenten stellten ihre Produkte vor

So schmeckt Nordhessen: Spezialitätenfestival in Melsungen

Melsungen. Selbst die Sonne konnte sich bei so vielen Köstlichkeiten nicht länger verstecken. Pünktlich zu Beginn des 7. Spezialitätenfestivals in der Melsunger Innenstadt ließ sie sich am Himmel der Bartenwetzerstadt blicken.

Würziger Käse, leckere Ahle Wurscht, frisch gebrühter Kaffee, Honig, Wein, Fisch, Schokolade und vieles mehr boten rund 60 regionale Produzenten am Sonntag wieder in der Innenstadt an. Die Menschen drängten sich bereits ab elf Uhr dicht an den Ständen. Probierten hier ein Stückchen, kauften dort etwas ein oder genossen die angebotenen Köstlichkeiten gleich auf einer der vielen Bänke in der Sonne. Doch nicht nur Geschmack und Genuss standen im Vordergrund, sondern der Verein „Geschmackvoll“, der das kulinarische Festival in Kooperation mit Slow Food Nordhessen und der Stadt Melsungen organisiert, setzte auch auf Information.

Spezialitätenfestival in Melsungen

Heutzutage lande einfach zuviel Essen in der Mülltonne, sagte Godehart Hanning, Vorsitzender von „Geschmackvoll“. Deshalb solle man beim Essen auf Qualität setzen. „Gutes Brot kann man zum Beispiel tagelang aufheben“, sagte Hanning. Davon konnten sich die Besucher am Slow-Food-Stand gleich selbst überzeugen.

Lust am Probieren wecken

Verschieden altes Brot aus industrieller Fertigung und Brot aus Natursauerteig wurden im Vergleichstest angeboten. Und wenn das Brot doch mal alt wird, ist auch das noch lange kein Grund, es in die Tonne zu werfen. Am Slow-Food-Stand gab es Rezepte und Tipps, was sich aus altem Brot noch Leckeres zaubern lässt. Eine Schwälmer Brotsuppe etwa – die die Besucher direkt probieren konnten.

Zahlreiche Mitmachaktionen gab es im Besser-Esser-Dorf vom Umweltbildungzentrum Licherode für Kinder. Die jungen Besucher konnten Apfelsaft pressen und natürlich gleich probieren, Haferflocken quetschen, Getreidesorten erfühlen, ihre Geschicklichkeit beim Kohlrabipuzzle unter Beweis stellen oder ihr Wissen rund ums Thema Ernährung testen. Zur Stärkung gab es Apfelspiralen und Gemüsehäppchen. „Es geht darum, denn Kindern wieder die Lust am Probieren zu vermitteln“, sagte Johannes Lutz vom Umweltbildungszentrum. (kam)

Quelle: HNA

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