Fest der Nationen auf dem Marktplatz

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Interkulturell: Aus Bad Hersfeld kam diese Gruppe, die indonesische Kunst und Kultur vorstellte.

Homberg. Das Fest der Nationen Homberg entwickelt sich mittlerweile zum Dauerbrenner im heimischen Veranstaltungskalender. Organisiert vom Stadtentwicklungsverein und einer Gruppe engagierter Bürger, traf die Mischung aus Kulinarischem, Kunst und Kultur auch in der dritten Auflage auf riesige Resonanz.

Laut Veranstalter ließen sich 1000 Besucher von dem weltoffenen Flair verzaubern.

Wer bereits zuhause seinen Sonntagsbraten verzehrt hatte, der bereute es bitter: Angesichts der Vielzahl internationaler Speisen mutierte Hombergs gute Stube zum Schlaraffenland. Die Leckereien reichten von herzhafter Quiche, Fleischspießen, pakistanischem Reis mit Nüssen und Rosinen bis zum pikanten indischen Rachenputzer. „Da brennt schon mal die Schnudde“, sagte Inge Maschita aus Homberg schmunzelnd. Linderung verschafften süße Verführer wie französische Mousse au Chocolat und Wiener Sachertorte.

Den Gegenpol zur Schlemmerei markierten sportliche und tänzerische Darbietungen: Bei Auftritten von Fahnenschwenkern, Fitness-Titanen sowie den taktvollen Akteuren des Tanzstudios Intenso aus Oberbeisheim purzelten die Besucherpfunde quasi schon beim Zuschauen.

Bilder von den Feierlichkeiten

Fest der Nationen auf Homberger Marktplatz

Musikalische Glanzpunkte waren afrikanischer Reggae, spanische Flamenco-Gitarrenklänge und indonesische Anklung-Rhythmen. Gesanglich warteten der Kinderchor Sonnenschein mit Schrott-Rock und Spaghetti-Hymne, Goldkehlchen Jana Kempe mit ukrainischem Liedgut und der Musikschul-Nachwuchs mit rockiger Gangart auf. Paddy Schmidt markierte mit irischem Folk den Höhepunkt.

Optisch auffällige Akzente vom tönernen Buddha bis zu fliegenden Fischen wiederum setzten Prof. Dr. Ewald Rumpf und Akteure der „Neuen Brücke Schwalm-Eder“.

Ein wenig Besinnung inmitten des bunten Programms verlangte eine spielerisch gestaltete Umfrage von Diakonie und Migrationsberatung Schwalm-Eder zum Thema Integration. Ergebnis: Die 300 Teilnehmer stuften einen freundlichen, persönlichen Umgang untereinander deutlich höher ein als Kriterien wie Glaube und Kultur. Ein wenig dieser ersehnten (Mit)Menschlichkeit in den Alltag zu übertragen, dazu könnten alle beitragen. Manchmal genügt schon ein kleines Lächeln.

Quelle: HNA

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