Zweijährige Suche nach Eigentümer

Areal Schmelzau ist verkauft: Kehrt Lidl an den Standort zurück?

Hat einen neuen Eigentümer: Das Gründstück Schmelzau alias Kohl hat einen neuen Eigentümer. Es ist zulässig, dort wieder Lebensmittel zu verkaufen.

Treysa. Nach zweijähriger Suche nach einem neuen Eigentümer ist das Areal Schmelzau, besser bekannt unter dem Namen des einstigen Betriebs Volvo-Kohl, gegenüber dem Walkmühlenzentrum in Treysa verkauft. Das berichtete Bürgermeister Dr. Gerald Näser  unserer Zeitung.

Näser verdeutlichte, dass es sich um ein riesiges Areal von 14.000 Quadratmetern handele. In der Tiefe reicht es bis zur Mündung der Wiera in die Schwalm.

Angaben zum Investor oder zur geplanten Verwendung des Geländes machte Näser nicht, wies aber darauf hin, dass dort bis zu einer Obergrenze von knapp 800 Quadratmetern auch Lebensmittel angeboten werden könnten. Zulässig seien in dem Mischgebiet aber auch der Handel zum Beispiel mit Schuhen oder Möbeln sowie allen innenstadtrelevanten Waren.

Bis vor einigen Jahren befand sich in dem Gebäude, in dem heute Kik der Pächter ist, ein Lidl-Markt. Weitgehender Leerstand zeigt sich in den anderen Hallen und Marktgebäude in der Schmelzau.

Eine kurzfristige Anfrage unserer Zeitung, ob Lidl eine Wiederansiedlung in der Schmelzau in Treysa beabsichtigt, ist noch unbeantwortet.

Im Januar 2012 hatten wir berichtet, dass Lidl die Rückkehr nach Treysa erwägte. Damals hieß es, es sei in der Schwebe und werde sich binnen zwei bis drei Monaten entscheiden. Eine Bauvoranfrage von Lidl für die Schmelzau hatte der Kreis seinerzeit negativ beschieden.

Auch das Schwalmstädter Parlament hatte den ersten Vorstoß von Lidl gestoppt, indem es eine Veränderungssperre erlassen hatte. Sie sollte verhindern, dass an dieser Stelle Lebensmittelflächen geschaffen werden.

Ende September 2011 hatte die Stadtverordnetenversammlung Schwalmstadt einer außergerichtlichen Einigung mit dem Grundstückseigentümer und dem Unternehmen Lidl zugestimmt. Als Grund nannte der damalige Bürgermeister Wilhelm Kröll drohende Schadensersatzforderungen gegenüber dem Landkreis und der Stadt Schwalmstadt, knüpfte allerdings Bedingungen an den Vergleich.

Demnach müsste Lidl die Verkehrsanbindung in Abstimmung mit der Stadt selbst herstellen. Außerdem müsste das Unternehmen seinen Standort in Ziegenhain erhalten.

In Schwalmstadt existiert bereits ein großes Lebensmittelangebot. Statt den empfohlenen 450 Quadratmetern pro 1000 Einwohner liegt es in der Stadt um die 1000 Quadratmeter, sagte Martin Schüller vom Einzelhandelsverband damals. (aqu)

Quelle: HNA

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