Samba-Reggae: Trommelgruppe „Sola Quente“ auf der Suche nach neuen Mitspielern

Schmelztiegel der Musik

Die Rhythmen reißen nicht nur die Musiker mit: Die Schwalmstädter Samba-Reaggae-Trommelgruppe Sola Quente. Foto: Rose

Schwalmstadt. Ohne Gehörschutz geht bei Silvia Schuchmann nichts: Doch wer denkt, dröhnende Motoren sind der Grund, der irrt. Es ist Musik, die die Mitspieler der Gruppe „Sola Quente“ bewegt – und die ist so laut und durchdringend, dass die Akteure gern mit Gehörschutz spielen. Denn die Truppe ist alles andere als leise.

Kein Wunder, schließlich wird bei „Sola Quente“ ordentlich getrommelt. Die Knapp 20 Musiker, die sich als Gruppe der Musikschule Schwalm-Eder formiert haben, spielen Samba-Reggae. Wer sie hört, der kommt nicht umhin, mitzuwippen.

Denn die Rhythmen reißen nicht nur die Musiker mit. „Wir spielen für unser Publikum und freuen uns über jeden, der mitgeht“, sagt Kursleiter Jürgen „Lemmi“ Lehmann.

Dass es dabei ordentlich was auf die Ohren gibt, daran haben sich die Mitspieler im Alter von Mitte 30 bis 62 längst gewöhnt. Der Musikstil steht nicht zuletzt für Energie, Lebensfreude und Leidenschaft. Und Spieler mit Leidenschaft, genau die werden noch gesucht.

„Wer trommelt, schult nicht nur sein Rhythmusgefühl, sondern auch seinen Rücken.“

Jürgen Lehmann

Die Truppe wünscht sich trommelnden Nachwuchs. Was der mitbringen sollte? „Eigentlich nur ein wenig Gespür für Rhythmus“, erklärt Lehmann. Geprobt wird ein Mal wöchentlich in der Carl-Bantzer-Schule. In den Ferien auch gern mal im Motorradclub des Wasenberger Clubs.

Dabei sind die Übungsstunden durchaus mit einem Training im Fitnessstudio vergleichbar. „Wenn uns Lemmi richtig fordert, läuft der Schweiß“, erzählt Silvia Schuchmann.

Nicht allein die Arme sind im Einsatz, der ganze Körper bewegt sich im Rhythmus. „Trommeln stammt aus Brasilien und stand dort nie alleine. Die dazu gehörigen Songs schrieben junge Musiker in den 60er-Jahren“, verdeutlicht der Kursleiter. Der Stil Samba-Reggae sei ein Schmelztiegel für Musikrichtungen. Wie bei jedem anderen Instrument müsse auch regelmäßig zuhause geübt werden: „Wir gehen alle in den Keller, um zu üben“, sagt Lehmann.

Talent gebe es selten, die Perfektion habe schlicht mit Übung zu tun. Geübt wird auf unterschiedlich großen Trommeln, die je nach Größe im Gewicht variieren. „Wer trommelt, schult nicht nur sein Rhythmusgefühl, sondern auch seinen Rücken“, erklärt der Kursleiter.

Lehmann unterrichtet seit 1997 Trommelgruppen. Und dabei greift er manchmal zu Tricks. Da wird gern auch mal im Dunkeln getrommelt – um das Gehör zu schärfen. Denn das es bei „Sola Quente“ was auf die Ohren gibt, davon kann sich jeder, der die Truppe hört, überzeugen.

• Kontakt: Lemmi Lehmann, Tel. 0172/1073 411.

www.sola-quente.de

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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