Kreistag fordert von der GNH ein tragfähiges Sicherheitskonzept

Schmidt: Kreiskliniken bleiben erhalten

Wolfhagen. Der Kasseler Kreistag hat Geschäftsführung und Aufsichtsgremien der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) aufgefordert, bis Jahresende ein nachhaltiges Sicherungskonzept für die drei Kreiskliniken in Wolfhagen, Hofgeismar und Helmarshausen vorzulegen.

Das Papier soll auf Grundlage des aktuellen medizinischen Angebotes erstellt werden und über das Jahr 2015 hinausgehen.

Einig sind sich alle Fraktionen darin, dass der Rückbau von drei auf zwei Stationen in Wolfhagen und die vorgesehene Ablösung der Belegarztsysteme in Hofgeismar und Helmarshausen nicht mit Einschränkungen des medizinischen Angebots verbunden sein dürften.

Die Häuser müssten in ihrem aktuellen Umfang als Akut- und Notfallversorger und mit den existierenden Funktionsabteilungen erhalten bleiben, forderten die Fraktionen von SPD und CDU in ihrem gemeinsamen Antrag. Bei der Qualität der medizinischen Versorgung dürfe es keine Einbußen geben.

Landrat Uwe Schmidt, der als einziger Vertreter des Landkreises in den Aufsichtsgremien sitzt, sagte, dass die ökonomischen Erfolge an den drei Standorten unterschiedlich seien. Die Kreisklinik in Wolfhagen habe in den vergangenen fünf Jahren positive Ergebnisse erzielt; auch in Hofgeismar sei die Bilanz in Ordnung. Problematisch seien die Zahlen allerdings an der Kreisklinik in Helmarshausen. Schmidt räumte ein, dass das in Helmarshausen und Hofgeismar praktizierte Belegarztsystem unter wirtschaftlichen Aspekten nicht gut für die Sicherung der Kliniken sei. Vorteile bringe es vor allem den Ärzten. Dennoch sollen alle drei Krankenhäuser erhalten bleiben.

Seinerzeit habe der Landkreis Kassel bei der Übernahme der Kliniken durch die GNH gute, zukunftsfähige Verträge ausgehandelt. Ohne Zustimmung des Kreistages könnten diese nicht geändert werden, sagte Schmidt.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © rdnzl - Fotolia

Kommentare