Neues Domizil für Schmetterlings- und Käfergruppe der Kindergruppe KiM

Schmuckstück für Zwerge

Gemütliche Kuschelecke: In den neuen Räumen von KiM gibt es ein Winkefenster zur Grünen Straße (links), an dem die Kinder morgens ihren Papas und Mamas noch einen Gruß hinterher schicken können. Unser Foto zeigt von rechts die pädagogische Leiterin Leonore Friedrich mit Finja Walsleben und Jannis Hruby, Liv Wacker, Praktikantin Josephin Reinhardt, Julian Klapdor, Praktikantin Laura Prinz, Giulia Kotolo, Erzieherin Lydia Wachsmuth und Mathilda Grönlund. Foto: Lache-Elsen / zal

Melsungen. Die Gruppe „Kinder in Melsungen“ (KiM) ist in ein neues Domizil in der Grünen Straße 9 in Melsungen umgezogen. Für Leonore Friedrich, die Leiterin der Einrichtung, ist ein Traum in Erfüllung gegangen, weil der neue Standort pädagogischen Ansprüchen und den Bedürfnisse von Kleinkindern gleichermaßen gerecht wird. Am Freitag, 16. September, wird die neue Einrichtung eingeweiht, im Dezember soll es einen Tag der offenen Tür geben.

Der frühere Standort im Schwarzenberger Weg war nicht ideal, berichtet Leonore Friedrich. 20 Kinder auf 120 Quadratmetern, kleine Räume, kein Schallschutz – es gab seit Jahren Gründe, über ein anderes Domizil nachzudenken. „Die Kinder wurden jünger, die Räume waren nicht ideal“, sagt Friedrich. Das Gebäude hat die B. Braun Melsungen zur Verfügung gestellt und auch umbauen lassen. Gesetzliche Richtlinien sind nun berücksichtigt, mit Einrichtungen wie einer Brandschutztreppe, Schallschutz, speziellen Fußböden und vielem mehr.

Brettchen für die Schnuller

Inzwischen werden die maximal 20 Kinder zwischen ein und drei Jahren in zwei Gruppen auf zwei Etagen betreut. Die Käfer- und die Schmetterlingsgruppe haben auf ihren Etagen farbenfrohe Spielräume, eine Bewegungsbaustelle, eine Küche, kindgerechte Bäder mit Mini-Toiletten und Klemmschutz an Türen. Sogar ein Schnullerbrett gibt es und Ablagefächer für die Kuscheltiere. Zurzeit gebe es 19 Wickelkinder.

Für alle, die noch ein Nickerchen machen, gibt es einen Schlafraum. Neu sind ein Personalraum im Obergeschoss sowie ein Abstellraum und eine Waschküche im Keller.

Im großen Garten mit Apfel-, Pfirsich- und Kirschbäumen finden die Kinder einen großen Sandkasten mit Wasserlauf, ein großes Spielschiff, dazu ein Blockhaus und eine Sitzgruppe. Die fünf Doppelbuggies und die mehrsitzigen Kinderwagen, die so genannten Turtle-Busse, parken in der Garage. Sie werden täglich heraus geholt, denn „wir gehen jeden Tag raus, bei Wind und Wetter - wenn’s nicht grad in Strömen regnet“, sagt Leonore Friedrich.

„Kinder mit Spielräumen sind Entdecker der Freiheit.“

Schild an der von der BKK gestifteten Hütte

B. Braun finanzierte die Umbauten. „Und auch der Verein hat seine kompletten Ersparnisse in Höhe von etwa 15 000 Euro eingesetzt“, berichtet Friedrich.

Es gab viele Sponsoren, darunter die Sparkassen-Kulturstiftung und der Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen. „Kinder mit Spielräumen sind Entdecker der Freiheit“, steht auf einem Schild an der Blockhütte, die der Nachbar, die BKK B. Braun, den Kindern gespendet hat. Viel Eigenleistung floss in das Unternehmen ein, allen voran die Tatkraft des KiM-Vorsitzenden Ingo Kortendieck und die von Leonore Friedrichs Ehemann Peter.

Die Kindergruppe verfügt nun über viel mehr Platz, freut sich die Erzieherin Karina Aschenbrenner. Das Arbeiten ist entspannter, sagt Friedrich. „Jetzt ist es ein Vergnügen, hier zu arbeiten.“

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

Kommentare