Schnee in der Zeltstadt Schwarzenborn: Flüchtlinge werden ab Donnerstag verlegt

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Schwarzenborn. Angesichts der Wetterlage seien die Flüchtlinge in der Zeltstadt in Schwarzenborn die ersten, die in feste Unterkünfte verlegt werden.

Das sagte Harald Merz, persönlicher Referent des Regierungspräsidenten, auf Anfrage der HNA. Aktuell beträgt die Temperatur in Schwarzenborn null Grad und es schneit.

Derzeit befinden sich 384 Flüchtlinge in der Zeltstadt. Die Erstaufnahme ist damit annähernd voll ausgelastet. Ab Donnerstagmittag sollen sie mit zwei Bussen in den ehemaligen Hornbach-Baumarkt in Lohfelden verlegt werden, erklärte Merz. Die Situation in der Zeltstadt sei ruhig. 

Den Wintereinbruch in der Zeltstadt auf dem Knüll scheinen die verbliebenen Flüchtlinge gelassen hinzunehmen. Am Vormittag waren von den umgebenden Bauzäunen aus vereinzelt Bewohner zu sehen, die überwiegend nicht wintertauglich gekleidet schienen. Manche trugen etwa auf dem Weg zu den Dixi-Toiletten bloß T-Shirts, leichte Schuhe oder gar Sandalen. Dabei liegt in mehr als 600 Metern Höhe eine geschlossene Schneedecke von etwa fünf Zentimetern Höhe, es ist sehr kalt und unwirtlich. Manche laufen auch vor den Zelten umher, weil sie offenbar nach besserem Empfang für ihre Handys suchen, die meisten schienen jedoch in ihren Zelten zu sein. Ob die Männer bereits erfahren, dass sie nur noch einen Tag dort ausharren müssen, und deshalb vergleichsweise ruhig wirken, ist nicht bekannt. Eine angespannte oder bedrohlich wirkende Atmosphäre herrscht jedenfalls nicht. (syg/zmh)

Schnee in der Zeltstadt Schwarzenborn: Flüchtlinge werden verlegt

Quelle: HNA

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