Schneewittchen und die Backstreet Boys - Malsfelder Musiktheater kam gut an

Gastauftritt: Pfarrer Henning Reinhardt traute Schneewittchen (Juliane Friebe) und ihren Prinzen (Sarah Höth).

Malsfeld. Die evangelische Jugend Beiseförth/Malsfeld hat am Sonntagabend eine 90-minütige Musical-Komödie aufgeführt. Dabei diente das Märchen Schneewittchen der Kreativgruppe „justbe“ als Vorlage.

Auf der Bühne im Gemeindehaus sangen und tanzten 14 Akteure. Die 14- bis 19-Jährigen hatten sich seit September auf ihren Auftritt vorbereitet, berichtete Jugendmitarbeiter Matthias Lambach. Das Märchen Schneewittchen habe man ausgesucht, weil es sich für ein Musical besonders gut eigne. Auch ließen sich Freude und Trauer des Märchens in Liedern darstellen.

Herausgekommen ist in Malsfeld ein neues, kurioses und modernes Drehbuch. Um es umzusetzen, wurden Kulissen gebaut, eine Band gegründet, Tänze einstudiert, Rollen verteilt und aktuelle Songs märchenhaft übersetzt.

„Ich bin total begeistert. Schade, dass ich zum Mitmachen schon zu alt bin.“

Am Sonntag präsentierten die Akteure ihren Zuschauern mit viel Herzblut mitreißende Tanzeinlagen und humorvolle Theaterszenen. Neben der Königin, gespielt von Tina Goldhardt, spielte Juliane Friebe Schneewittchen, das vor dem Tod gerettet wird und in den Wald zu den Zwergen flieht. In deren Haus stimmte sie von der Gruppe bearbeitete Stücke an – etwa die Version „Sweet Home bei den Zwergen“ von der Rock-Band Lynyrd Skynyrd. Und die Zwerge tanzten zu der Musik der Backstreet Boys. 

Viel Arbeit steckte die Gruppe ins Bühnenbild: Szene mit Schneewittchen im Sarg.

Zwischendrin unterbrach immer mal wieder die Figur des liebevollen Terroristen Achmed, gespielt von Nico Knoch, das Musiktheater und las aus dem Original des Märchens vor. Einen wichtigen Part spielte die Liveband. Dabei hatte Pfarrerin Kirsten Bingel aus Dagobertshausen einen Auftritt mit dem Akkordeon.

Ein glückliches Ende fand das Märchen auch in Malsfeld. Schneewittchen und ihr Prinz gingen vor Pfarrer Henning Reinhardt den Ehebund ein. Und das Publikum spendete tosenden Applaus. „Ich bin total begeistert. Schade, dass ich zum Mitmachen schon zu alt bin“, sagte Annegret Töpfer. Auch ihre achtjährige Tochter Christina hielt einen Daumen hoch: spitze.

Von Christina Grenzebach

Quelle: HNA

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