Schnell und sicher im Team: Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Besse

Die Jugendlichen gaben alles: Die Mannschaft der Jugendfeuerwehren Bad Zwesten, Oberurff-Schiffelborn und Niederurff bei der Schnelligkeitsübung. Vorne im Bild Julian Mühr und Patrick Bock. Fotos: Rinnert

Besse. Der Edermünder Ortsteil Besse war für ein Wochenende Mittelpunkt des Kreisteils Fritzlar-Homberg. Zumindest in Sachen Feuerwehr. 850 Jugendliche schlugen in Besse ihre Zelte auf.

Nach der Eröffnung in der Billsteinhalle hatten sich die Organisatoren um Gemeindebrandinspektor Volker Sieche und Gemeindejugendfeuerwehrwart Jörg Frey etwas Besonderes ausgedacht: Für jeden Teilnehmer gab es eine Fackel und aus der Nachtwanderung wurde eine Fackelwanderung mit Abschluss auf dem Besser Sportplatz. Dort wurde eine große „112“ nachgestellt. Feuer war das zentrale Thema des Abends. Die Fire Devils beeindruckten die Zuschauer mit einer Feuershow, bevor der Abend an den Feuerstellen ausklang.

Der zweite Zeltlagertag begann mit einem guten Frühstück, denn für viele Jugendfeuerwehrmitglieder stand der Erwerb der Leistungsspange an. Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr. Die Teilnehmer können die Prüfungen im Alter von 15 bis 18 Jahre absolvieren. Dabei kommt es in den fünf Disziplinen nicht nur auf Schnelligkeit und Genauigkeit an, die Zusammenarbeit in der Gruppe ist wichtig.

Fünf Disziplinen

Die fünf Disziplinen sind eine Mischung aus sportlichen und feuerwehrtechnischen Aufgaben sowie einer Station, an der Fragen zu beantworten sind. Beim 1500-Meter-Staffellauf muss die Gruppe die Distanz innerhalb einer Zeitvorgabe absolvieren. Schafft sie es schneller, gibt es maximal vier Punkte. Beim Kugelstoßen sind von allen Gruppenmitgliedern zusammen mindestens 55 Meter zu stoßen, auch hier gibt es maximal vier Punkte. Bei der Schnelligkeitsübung müssen acht Feuerwehrschläuche verlegt werden. Bei einem Löschangriff müssen die Jugendlichen Wasser aus einem offenen Gewässer entnehmen und dann eine Schlauchleitung bis zu einer Einsatzstelle aufbauen. Es kommt dabei auf Genauigkeit an. Die letzte Disziplin ist der Fragebogen. Die Wertungsrichter fragen nicht nur das Feuerwehrwissen ab, es geht auch um politische und gesellschaftliche Fragen.

Am Endes des Tages haben Winfried Kramer und Michael Motz an die 20 Gruppen insgesamt 146 Leistungsspangen verliehen.

Für alle Jugendlichen, die nicht an der Leistungsspange teilnahmen, hatten sich die Organisatoren ein Geländespiel ausgedacht. Dort starteten 55 Gruppen. Am Nachmittag war das Freibad in Holzhausen das Ziel vieler Zeltlagerteilnehmer.

Von Christian Rinnert

Quelle: HNA

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