Das Philharmonische Orchester Nordharz präsentierte Musik aus Russland

Schnell und voller Energie

Überzeugte mit leidenschaftlichem Auftritt: Solist Noé Inui.

Bad Zwesten. Zu einem intensiven und abwechslungsreichen Klangerlebnis wurde das erste Symphoniekonzert in diesem Jahr in Bad Zwesten. In der Kulturhalle der HWK musizierte das Philharmonische Orchester Nordharz unter der Leitung von Christian Fitzner Musik aus Russland.

Zum Auftakt interpretierte das Orchester Caprissio Espagnole op. 34 von Nikolai Rimski-Korsakow. Das Werk beginnt mit einer Szene eines Sonnenaufgangs. Stimmungsvoll erklang das Orchester, um sich in einen Tanz zu musizieren, eine Alborada. Dabei wird mit einer Variation und weiteren stilisierten Tanzsätzen spanische Musik mit ihren eigenen Rhythmen und Melodien verarbeitet. Die Streicher ahmen unter anderem Gitarren nach. Rasend schnelle Musik wechselt mit ruhigen Elementen, in denen Klarinette, Flöte, Violine und Harfe Soli spielen. Mit einer Fadango, einem nordspanischen Tanz, endete das Stück stürmisch. Mitgerissen durch die Musik gab es begeisterten Applaus.

Gast aus Belgien

Es folgte das Konzert für Violine und Orchester in D-Dur von Peter Tschaikowski. Den Solopart spielte der junge, belgische Geiger Noé Inui. Das Werk wurde zu einem dynamischen Hörgenuss: Das leuchtende, energetische Spiel des Solisten verband sich mit dem facettenreichen Spiel des Orchesters. Inui verstand es, die Violine zum Singen zu bringen; kraftvoll, sensibel und voller Esprit zu musizieren. Das riss die Zuhörer am Ende von den Plätzen, und es gab tosenden Applaus mit Händen und Füßen. In der Zugabe, Rezitativ und Scherzo von Fritz Kreißler, stellte Inui sich noch einmal als technisch und musikalisch hoch begabter Streicher vor.

Mit der Sinfonie Nr. 6 h-Moll von Tschaikowski wurde noch ein Stück russischer Seele und Leidenschaft interpretiert. Ergriffen vom Ende war es still, bis sich die Besucher mit langem und herzlichem Applaus bedankten.

Von Agnes Dürr

Quelle: HNA

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