Baby Michael Jegel kam vor dem Nachwuchs von Prinz William und Kate zur Welt

Schneller als die Royals

Freuen sich über Familienzuwachs: Vater Stanislaw Jegel mit Tochter Lina Sophie. Vorne liegt das schlafende Baby Michael Leon im Asklepios Klinikum Schwalmstadt. Foto: Hoffmann

Ziegenhain/Fritzlar. 56 Zentimeter lang und 4085 Gramm schwer. „Das wird kein Prinz, das wird ein Basketballer“, sagt Stanislaw Jegel über seinen Sohn Michael Leon, der am 22. Juli um 0.07 Uhr in der Asklepios Klinik in Ziegenhain geboren wurde.

Damit ist der Spross ein paar Stunden älter als das königliche Baby aus Großbritannien von Prinz William und Herzogin Catherine. Der Thronfolger kam um 16.24 zur Welt. „Wir waren schneller“, meint der Stanislaw Jegel stolz.

Der Name seines Sohnes Michael wird zwar englisch ausgesprochen – „Das hat aber nichts mit dem königlichen Trubel zu tun“, stellt Mutter Anastasia Jegel klar. Die 24-Jährige kann ohnehin nicht viel mit dem Rummel im Königreich anfangen. Es sei ein ganz normales Menschenkind wie jedes andere auch. Eine Inspiration für einen royalen Namen hat es für die Jegels nicht gegeben. „Wir haben ein halbes Jahr gebraucht, um uns zu einigen“, erzählen die Eltern.

Ganz besonders freut sich Lina Sophie auf ihr kleines Brüderchen. Die Vierjährige erzählt, dass sie fast die ganze Nacht wach bleiben durfte. „Die Geburt von Michael war unkompliziert“, so die Mutter. Fünf Stunden habe die Niederkunft gedauert. Bei Lina sogar mehr als doppelt so lang. „Aber das Ergebnis ist beide Male gut geworden“, sind sich die beiden Homberger einig. Dass das Baby mit den kasachischen Wurzel am gleichen Tag wie der britische Prinz geboren wurde, ist natürlich Zufall. In Großbritannien ist die Freude über das männliche Kind groß. So auch in Fritzlar.

Fritzlarer Freude über Royal

„Wir freuen uns mit unseren englischen Freunden“, sagt Marlies Heer, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Fritzlar-Burnham-on-Sea/Highbridge. Gerade erst war eine Gruppe aus der Partnerstadt in Fritzlar zu Gast. „Sie sind königstreu und haben natürlich mit einer gehörigen Portion britischem Humor auf die Geburt gewartet“, sagt Heer. „Das Royale Baby war immer wieder Gesprächsthema.“ Die Gäste aus England seien übrigens pünktlich zur freudigen Nachricht der Geburt in England gelandet.

Catherine und William seien sehr beliebt und das sorge für noch mehr Freude unter den Royalisten. „Es gibt Feiern und wer nicht dabei sein kann, der schaut sich die Berichterstattung im Fernsehen an“, sagt Heer, die mit Gillian Lyne aus Burnham-on-Sea in engem Kontakt steht. Die Engländer wissen sehr wohl, dass das Königshaus besonders für den Tourismus auf der Insel eine entscheidende Rolle spiele, so Heer.

Von Maja Yüce und Matthias Hoffmann

Quelle: HNA

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