Grundschulen testen die Schulfähigkeit schon vor Einschulung

Am Schnuppertag wird auch überprüft

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Lothar van Eikels

Schwalm-Eder. Schnuppertage in der Grundschule: Das kennen alle Eltern und deren Kinder, die in die Schule kommen. Dabei lernen sie die jeweilige Schule bereits etwas kennen. Ein halbes Jahr vor ihrer Einschulung werden sie eingeladen.

Bei den Schnuppertagen geht es jedoch um mehr, denn es findet außerdem die sogenannte Schulfähigkeitsüberprüfung statt. Was genau an diesem Vormittag passiert, entscheidet jede Grundschule eigenständig. „Erst auf Grundlage von drei Säulen, der ärztlichen Untersuchung, der Beschreibung des Kindes durch die Erzieher und unserer Überprüfung, fällen wir eine Entscheidung“, sagt Jospeh Nadenau, Leiter der Eckhard-Vonholdt-Schule in Treysa.

Bei dem Schnuppertag gehe es darum, dass die Kinder die bislang ungewohnte Umgebung erleben. Angst bekommen soll dabei keiner. „Die Kinder sind nicht bei Fremden, sondern mit Kindern aus dem Kindergarten hier“, sagt Michael Seimvon der Kleeblattschule in Obergrenzebach.

Die Kinder sollen dabei nicht unter Prüfungsdruck geraten. Deshalb bekämen sie für die Übungen so viel Zeit wie nötig, betont Sabine Rös, Vorklassenleiterin der Eckhard-Vonholdt-Schule. Das führe jedoch dazu, dass meist das gesamte Lehrerkollegium im Einsatz ist. „Die anderen Kinder haben an diesem Tag deshalb frei“, so Lothar van Eikels, Ansprechpartner für allgemeinbildende Schulen beim Schulamt in Fritzlar.

Jede Schule hat ihr eigenes didaktisches Verfahren, nach dem die Ergebnisse von Lehrern ausgewertet werden. Die Eltern bekommen nur einen Brief, wenn es Auffälligkeiten gibt und ein Gespräch nötig ist. Danach kommen die Unterlagen in die Schülerakte.

Von Nina Nickoll

Quelle: HNA

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