Metzebach: Ein schönes, stolzes und solidarisches Dorf

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Eins, zwei drei und Freibier für alle: Bürgermeister Peter Tigges beim Fassbieranstich.

Metzebach. Die Metzebacher reden zwar gerne und viel miteinander, doch wenn es um offizielle Reden geht wie beim Kommers am Freitagabend, dann bevorzugen sie es kurz.

Und wenn die Ansprachen dann auch noch unterhaltsam formuliert sind, dann ist gute Laune garantiert. Heinz-Dieter Diener, Ortsvorsteher und Vorsitzender des Vereins Dorfgemeinschaft, moderierte den kurzweiligen Abend mit Reden, Sketchen und einem Tanz.

Hellauf begeistert waren die Besucher von der Rede der stellvertretenden Ortsvorsteherin Eva Classen, eine Zugezogene. Sie lobte Metzebach als schönes, stolzes und solidarisches Dorf und erntete dafür spontanen Beifall.“Wir haben kein Geschäft, keine Schule und keinen Kindergarten, aber wir haben viele liebenswerte und interessante Menschen. Und wir haben Herz.“ Metzebach sei ein Ort, der nicht ausgrenze, sondern einlade.

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke überreicht Ortsvorsteher Diener die Freiherr-vom-Stein-Urkunde. Die Plakette hatte Spangenberg bereits 1959 erhalten, so dass es seitdem für die Stadtteile nur die Urkunden gebe. Er verwies auch darauf, dass Metzebach bereits 1236 erstmals urkundlich erwähnt worden sei. Doch weil die Feuerwehr in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen hat, habe man beschlossen erst in diesem Jahr zu feiern - gemeinsam.

Bilder der Feierlichkeiten

775 Jahre Metzebach

775 Jahre Metzebach: Kommers und stehender Festzug

Nicht mit einem Scheck, einem sogenannten Flachgeschenk, wie Kreisbeigeordneter Helmut Mutschler kam Pfarrer Michael Schümers. Er hatte eine Flasche mit original Metzebacher Wasser dabei. Denn: Er hatte in der Festschrift entdeckt, dass die Metzebacher Quellen, die das Dorf versorgen, künftig nicht mehr sprudeln sollen. Die Genehmigung dafür sei zu teuer.

Thomas Schmidt, Ortsvorsteher des Nachbardorfes Obergude, plädierte dafür Metzebach in Mittelgude umzubenennen - als Zeichen der engen Verbindung. Als solches ist auch zu werten: „Wir haben das Flachgeschenk schon am 13. Mai versoffen.“

Die engen Verbindungen werden auch beim Singen deutlich. Mangels eines eigenen Vereins singen Metzebacher Männer im MGV Niedergude mit. Unter der Leitung von Reiner Marth besangen die Männer unter anderem die „Bergheimat“ Und ein bisschen wie in die Berge, wie im Urlaub fühle er sich versetzt, wenn er nach Metzebach fahre, meinte Bürgermeister Peter Tigges.

Die Verbindung in die Spangenberger Richtung zeigt sich nicht nur im gemeinsam Kirchspiel der Landetaler, sondern auch darin, dass Metzebach, Nausis, Landefeld und Herlefeld eine gemeinsame Jugendfeuerwehr haben, sagte Herlefelds Ortsvorsteher Dieter Horn.

Und dann ging es weiter bis tief in die Nacht hinein: mit der der Band „Magic Fun und Laura“., mit den Gudegirls aus Nieder- und Obergude, die einen Showtanz aufführten und einem Sketch. Dabei zeigten Britta Hilgers-Kupfer, Sigrid Reinhard, Helmi Süß und Gudrun Kressel das Schulleben - alles auf original Metzebächerisch. (bmn)

Quelle: HNA

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