Schornsteinbrand in Melsungen: Meterhohe Flammen und Funken

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Wie eine riesige Silvesterrakete: Die Flammen und Funken sprühten meterhoch aus diesem Schornstein in Kehrenbach.

Kehrenbach. Aufregung am Donnerstag in der Kehrenbachstraße des gleichnamigen Melsunger Stadtteils: Gegen 18.50 Uhr bemerkten Nachbarn, dass aus dem Schornstein eines großen Fachwerkhauses meterhoch Flammen und Funken sprühten.

Sofort verständigten sie die Bewohner und alarmierten die Feuerwehren. Der Schornstein des Bauernhauses brannte lichterloh und einige der Räume in denen sich Anschlüsse an den Schornstein befanden, waren total verqualmt.

Ein Anwohner sagte: „Das war, als würde eine riesige Silvesterrakete verkehrt herum in dem Schornstein stecken, und über viele Minuten lang die Funken in den Abendhimmel schleudern. Zahlreiche Schaulustige waren an die Einsatzstelle gekommen. Sie waren alle froh, dass der Schornsteinbrand rechtzeitig bemerkt worden war, und die Familie nicht schon wieder von einem großen Schadensfeuer betroffen war.

Als die ersten Feuerwehrleute an der Einsatzstelle eintrafen, kontrollierten sie sofort die betroffenen Zimmer und den Dachboden des Hauses. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten sie Atemschutzgeräte tragen. Die Rauchabzugsanlage hatte aber der enormen Hitze standgehalten und es war noch nicht zu einem offenen Feuer in einem der Räume gekommen.

Auch der zuständige Schornsteinfegermeister, Jörg Range aus Söhrewald, war mit einem weiteren Mitarbeiter wenige Minuten nach den Feuerwehren an dem betroffenen Gebäude. Mit Spezialwerkzeug schlugen sie den brennenden Ruß von den Schornsteinwänden. Von der Drehleiter aus wurde das Dach kontrolliert, denn durch den enormen Funkenflug war auch die Umgebung des Bauernhofes gefährdet.

Auf dem Gelände war im Frühsommer 2015 eine Scheune abgebrannt. Vorsichtshalber bauten die Feuerwehrleute schon eine Löschwasserversorgung zu dem Haus auf.

Mit dem Druckbelüfter wurde der Rauch aus den Räumen geblasen. Mit Schuttmulden unterstützten die Brandschützer die Schornsteinfeger beim Ausräumen der Glut aus dem Schornstein. Zur Kontrolle der Räume wurde auch die Wärmebildkamera eingesetzt. An dem Gebäude entstand nur geringer Schaden.

Insgesamt waren 42 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Kehrenbach, Kirchhof, Günsterode und Melsungen mit sieben Einsatzfahrzeugen unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Frank Ebert im Einsatz.

Schornsteinbrand in Kehrenbach

Quelle: HNA

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