Schranke? Kein Problem beim Parken

Fritzlarer Gesundheitszentrum: Bürgermeister Spogat testet die Schranke

Fritzlar. Ist doch gar nicht so schwer, oder? Wir haben den Test gemacht: Ist es tatsächlich für Fritzlarer nicht so einfach, am Gesundheitszentrum zu parken? „Das sollte eigentlich kein Problem sein", sagt Hartmut Spogat und lacht.

Dann setzt er den Blinker seines Fahrzeugs. Schon geht es von der Straße am Hospital direkt in die Einfahrt zum Gesundheitszentrum. Seine Aufgabe: Spogat, Bürgermeister der Stadt Fritzlar, seit Jahren Inhaber des Führerscheins.

Der Weg zum Gesundheitszentrum wird von der Schranke versperrt. Spogat steuert seinen VW Tiguan direkt auf die Schranke zu, bremst neben dem Automaten ab, an dem er mit einem Knopfdruck das Ticket anfordert. Das klappt reibungslos. Die Schranke hebt sich - freie Fahrt! Spogat legt den 1. Gang ein, fährt langsam weiter - bis direkt vor das Gesundheitszentrum. Dort sucht er sich eine Parklücke, platziert seinen Wagen im Rückwärtsgang hinein. Bis jetzt lief alles reibungslos.

Dann geht es ins Gesundheitszentrum. Ein kleiner Abstecher zur Apotheke, dort kann man das Ticket als Kunde entwerten lassen und dann zwei Stunden kostenlos parken. Spogat macht sich auf den Weg zum Parkscheinautomaten im Foyer des Gesundheitszentrums.

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Dort versucht gerade ein älterer Mann, seinen Parkschein in den Automaten zu stecken. Es klappt nicht, denn er hat den Schlitz für die Geldscheine mit dem für die Parkscheine verwechselt. Kurze Verwirrung, aber nicht mehr. Er schnappt sich sein Ticket und schiebt es in den dafür vorgesehenen Schlitz. „40 Cent, das ist aber günstig“, sagt der Senior. Spogat stimmt ihm zu. „Auf den städtischen Parkplätzen kostet es 80 Cent pro Stunde“, sagt der Bürgermeister. Dann steckt er sein Parkticket in den Automaten, erhält die Auskunft: Ausfahrt frei. „Gute Fahrt.“ Er schnappt sich sein Ticket und geht zum Wagen. Starten, kurbeln, ausparken und weiter gehts in Richtung Ausfahrt. Dafür muss er einmal um das Amtsgericht herum fahren. Das sei etwas verwirrend.

„Fritzlar kennt keine Schranken“, sagt Spogat. Das könne ein Grund dafür sein, warum die Besucher des Gesundheitszentrums den Parkplatz eher schlecht annehmen. Überhaupt sei das Gesundheitszentrum vorrangig für Patienten und Kunden gedacht. Auch einige Mitarbeiter könnten dort parken. „Wenn sie alle das nicht nutzen, belastet es die Parkplatzsituation in der Stadt“, sagt er und steuert die zweite Schranke an. Ticket einstecken, die Schranke hebt sich. Gute Fahrt!

Der Fritzlarer hat eine gehörige Portion Schranken-Kompetenz bewiesen. Und das war gar nicht so schwer.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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