Party im Mylord

Musikinitiative feiert Geburtstag: Wolf Maahn ganz nah

+
Motivierte zum Mitsingen und Mitklatschen: Wolf Maahn trat am Samstag zum 20-jährigen Bestehen der Freien Musikinitiative Schrecksbach im Mylord auf.

Schrecksbach. Am Samstag feierte die Freie Musikinitiative Schrecksbach sich selbst und Fans Deutscher Rockmusik: Auf der Bühne im Mylord trat Wolf Maahn mit seiner Band auf.

Damit feierte die FMS am Samstag ihren 20. Geburtstag. 

Maahn bahnte sich mit seinen Bandkollegen den Weg quer durchs Publikum, sprang mit einem Satz auf die Bretter, die die Welt bedeuten, griff sich seine Gitarre und legte sofort los.

Während bei den ersten neueren Liedern wie „Sensible Daten“ oder „Freie Welt“ die Zuhörer anfangs noch verhalten mitgingen, gelang es Maahn, durch direkte Ansprache das Publikum in Feierlaune zu versetzen. „Ich merke doch, ihr habt hier in Schrecksbach eine lange Rockgeschichte“, rief er.

Spätestens mit seinem sehr bekannten Stück „Fieber“ sprang der Funke über. Viele sangen mit und auch viele bis dahin noch sitzenden Zuhörer erhoben sich und tanzten. Der Raum vor der Bühne bebte. Die eher spärlich beleuchtete Bühne ließ trotz des Rockkonzertsfeelings bei den ruhigeren Liedern eine fast intime Stimmung aufkommen.

„Manchmal schreibe ich Texte nur für mich, manchmal aber denke ich, auch andere haben diese Gefühle, dann ist es ein Lied für uns“, wandte sich Maahn an seine Fans, die so viel Nähe genossen. Er begeisterte mit „Kind der Sterne“ und „Ich warte auf dich“.

Party im Mylord: Das Publikum feiert.

Scherzhaft fragte Maahn die Menschen vor der Bühne: „Ich habe gehört, Schrecksbach hat 3000 Einwohner, wo sind die anderen 2000?“ Es waren zwar keine 1000 Zuhörer gekommen, doch rund 250 wollten Maahn live sehen und hören. Nach drei Zugaben und fast zwei Stunden Musik pur verließ ein gut gelaunter, aber auch deutlich erschöpfter Maahn die Bühne, händeschüttelnd und wieder mit dem Weg durch das Publikum.

Heiko Schwalm, Vorsitzender der FMS, freute sich über den gelungenen Konzertabend. „Maahn ist ein großer Künstler, der sich trotz des Erfolges selbst treu geblieben ist“, so Schwalm, „wir sind froh, dass er unserer Einladung gefolgt ist. Und wir merken, es gefällt ihm bei uns.“

Nicht gerade ein Schichtwechsel, aber doch eine deutliche Verjüngung des Publikums war ab 23 Uhr im Mylord zu beobachten. Der Eintritt war ab diesem Zeitpunkt frei und die Kasseler Gruppe 4lane begeisterte die neuen und auch dagebliebenen Zuhörer mit harter Rockmusik.

Den Auftakt des Konzertes hatte der Sänger und Songwriter Robert Oberbeck, der auch „der Marburger Springsteen“ genannt wird, übernommen. Mit „Land of hope and dreams“ von Springsteen und seinen anderen Rockliedern schaffte er eine gute Stimmung für den anschließenden Maahn Auftritt. Eine kleine Geburtstagsüberraschung hatte der Gilserberger Bürgermeister Rainer Barth mitgebracht. Er sprach kein Grußwort, sondern griff sich eine Gitarre und stellte sich singend ans Mikrofon.

Mit mehr als fünf Stunden Konzertprogramm hatte die Freie Musikinitiative Schrecksbach sich und allen Gästen ein unvergessenes Geschenk bereitet.

Von Christiane Decker

Großer auf kleiner Bühne: Wolf Maahn in Schrecksbach

Quelle: HNA

Kommentare