Wenn das Neugeborene Tag und Nacht schreit, leidet die ganze Familie

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Streicheleinheiten: Mareike Scheffer aus Gudensberg mit Sohn Lauritz und Hebamme Petra Kind. 

Schwalm-Eder. Junge Eltern kennen das: Ihr Baby schreit ausdauernd und lässt sich kaum beruhigen. Mütter und Väter sind schnell besorgt, schließlich kann ein Säugling nicht erklären, was ihm fehlt.

„Wenn das Baby geschrien hat, haben wir gedacht, das ist normal“, erinnerte sich Mareike Scheffer aus Gudensberg an die ersten Wochen mit ihrem Sohn Lauritz. Doch als der Säugling auch in entspannten Situationen plötzlich ohne erkennbaren Anlass brüllte, stellten sie das Baby einem Kinderarzt vor.

Lauritz litt an Drei-Monats-Koliken, einem Phänomen, das die Wissenschaft noch nicht enträtselt hat. Der Begriff „Drei-Monats-Koliken“ beschreibt keine Erkrankung, sondern einen Zustand. Betroffene Babys schreien viel, gedeihen aber gut. Das Schreien beginnt in den ersten Lebenswochen und endet im Alter von drei bis fünf Monaten. Betroffen sind etwa 30 Prozent der Babys.

Die früher vermutete Theorie der Verdauungsstörung als Ursache ergab die Bezeichnung Säuglingskoliken. Heute geht man davon aus, dass die Babys beim Schreien Luft schlucken und dadurch Bauchschmerzen bekommen, erklärte Hebamme Petra Kind aus Gudensberg.

Da das Schreien ein Hinweis auf eine Erkrankung sein kann, sollten besorgte Eltern zum Kinderarzt, manchmal kann ein Osteopath helfen. Wissen die Eltern, dass das Baby gesund ist, können sie gelassener mit den Schreiattacken umgehen, was sich auf den Säugling überträgt, weiß Petra Kind aus der Praxis.

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Quelle: HNA

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