Langzeitarbeitslose lernen durch Verein wieder einen normalen Alltag kennen

Adriana

Schwalmstadt. Sitzgelegenheiten und Infotafeln – die Kursteilnehmer des Projekts Neue Arbeit Schwalm fertigen in diesem Jahr zahlreiche Holzprodukte für die Leader-Region Schwalm-Aue. Langzeitarbeitslose schreinern aus Holz Bänke sowie Schilder, die entlang des Bahnradwegs aufgestellt werden sollen.

Betreut wird dies vom Marburger Verein Arbeit und Bildung.

Adriana Reitz, Abteilungsleiterin Schwalmstadt, zeigt sich erfreut über diesen Auftrag. Mehrere Monate werden die Männer nun daran arbeiten.

Einblick ins Handwerk

18 Arbeitslose sind derzeit als Ein-Euro-Jobber bei Neue Arbeit Schwalm beschäftigt. Sie erhalten je nach ihren Neigungen und Kenntnissen Praxis und Theorie in den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Metallverarbeitung sowie Schreinerei. Alle sind seit mehreren Jahren ohne Arbeit.

Der Kurs soll den Männern helfen, sich wieder an ein normales Erwerbsleben zu gewöhnen. Außerdem können sie ihre Fertigkeiten erweitern. Rund ein Drittel findet im Anschluss an den Kurs eine Arbeit, weiß Adriana Reitz aus Erfahrung: „Jeder, den wir vermitteln, ist ein Erfolg.“

„Manche der Teilnehmer sind so pfiffig, da weiß ich gar nicht, warum die keinen Job haben“, erzählte Anleiter Michael Born. Der Schreinermeister arbeitet seit zwei Jahren bei Arbeit und Bildung und betreut die Kursteilnehmer in der Schreinerei. Sechs Monate bleiben die Männer, vom ihm lernen sie die Kniffe des Handwerks. Nicht alle Kursteilnehmer halten die gesamte Zeit durch, viele Männer haben akute Probleme wie eine Alkoholsucht, und scheiden frühzeitig aus.

Jeden Mittwoch gibt es theoretischen Unterricht, hinzukommen Bewerbungstraining, Schuldnerberatung und Stärken werden trainiert. Finanziert wird das Projekt vom Jobcenter.

Ziel der Schreinerwerkstatt ist es, die Männer wieder in Lohn und Brot zu bringen, dies soll durch Schulung und Qualifizierung gelingen.

• Kontakt zu Arbeit und Bildung, Tel. 06691/927298.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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