Handwerker profitieren von der Energiewende – Blockunterricht in Berufsschulen

Schub für die Elektrobranche

Jürgen Schubert

Schwalm-Eder. Das Elektrohandwerk im Schwalm-Eder-Kreis gehört zu den Gewinnern der Energiewende und erfreut sich einer regen Nachfrage bei den Kunden. So lautete das Resümee von Obermeister Manfred Krannich (Lendorf) in der Jahreshauptversammlung der Elektro-Innung Schwalm-Eder.

Die Betriebe profitierten von Investitionen in Windkraftwerke, Photovoltaik- und Biogas sowie der Wärmespeicherung. In diesen Bereichen seien elektronische Steuerungen unverzichtbar, um die Energiequellen rentabel auszunutzen.

Neben der Energiegewinnung sollten aber Einsparpotenziale nicht aus den Augen verloren werden, sagte Krannich. Ihren Stromverbrauch sollten die Verbraucher aber nicht aus dem Blick verlieren, riet er. Manch positiver Ansatz werde durch den Einsatz veralteter und stromfressender Elektrogeräte in Frage gestellt.

In dem Zusammenhang lobte er den Landkreis und die Partner für die gemeinsame Aktion „Kühl kalkulieren – Energiesparprämie kassieren“. Bei der Aktion sei der Austausch von fast 500 alten Kühl- und Gefrierschränken gefördert worden. Die Innung stehe einer Weiterführung der Kooperation offen gegenüber.

Für die Auszubildenden in den Elektro-Berufen hat mit dem neuen Schuljahr der Blockunterricht Einzug an den Berufsschulen in Schwalmstadt und Melsungen gehalten.

Ziel der Betriebe wie auch der Schulen sei es, die Ausbildung zu optimieren, um sie attraktiver und erfolgreicher zu machen, sagten die Lehrlingswarte Frank Sinemus (Borken) und Bernd Bernhardt (Ziegenhain).

Statt an zwei einzelnen Tagen in der Woche, gehen die Lehrlinge nun eine ganze Woche in die Berufsschule. Anschließend sind sie dann die gesamte Woche im Betrieb.

Risiko bei Schulausfall

Vorteile ergäben sich für Projektarbeiten sowie aus der besseren Planbarkeit und der häufigeren Anwesenheit im Betrieb. Demgegenüber stünden aber auch Risiken, etwa wenn Lehrer oder Schüler erkranken. Dann fallen nicht nur zwei Schultage pro Woche, sondern 5 Schultage aus.

Die Schulen und die Innung wollen die Erfahrungen nach einer Probephase gemeinsam auswerten, sagte Frank Sinemus. Seit 1976 hat Jürgen Schubert (Fritzlar) die überbetrieblichen Unterweisungen für die Innung begleitet. Nun wurde er auf der Innungsversammlung verabschiedet.

Obermeister Manfred Krannich und der stellvertretende Obermeister Martin Dippel (Lischeid) dankten Schubert für seine Arbeit und überreichten ihm ein Präsent. Als Aushilfe wolle er der Innung bei den Überbetrieblichen Unterweisungen aber weiterhin zur Seite stehen, sagte Schubert. (red) www.elektro-innung-schwalm-eder.de

Quelle: HNA

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