Pädagogik aus der Dose

Schüler der Christophorusschule verwandelten graue Wand in ein Kunstwerk

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Kreativ: Teilnehmer des Graffiti-Workshops vom Legastheniezentrum der Christophorusschule.

Oberurff. Früher waren die Wänder der Turnhalle der Christophorusschule grau und kahl. Jetzt schmücken sie bunte Wandbilder aus Spraydosen.

Organisiert hat den dreitägigen Graffiti-Workshop, bei dem die Zeichnungen entstanden sind, das Legastheniezentrum der Schule in Kooperation mit der gemeinnützigen Gesellschaft „Bunte Wege“ aus Kassel und mit tatkräftiger Unterstützung von Künstlern aus der Graffiti-Szene.

Die Kinder und Jugendlichen gestalteten ihre Turnhalle nach eigenen Ideen und Anregungen der Graffitikünstler sowie der Schulverwaltung. Zwölf Schüler von Klasse 5 bis 9, die im Legastheniezentrum betreut werden, waren mit großem Eifer dabei.

Nach einer intensiven Einführung in die Graffiti-Szene erprobten sich die jungen Künstler an ersten Motivzeichnungen, Schriftzügen, Zahlen und sogenannten Characters (comicartige, figürliche Darstellungen).

Für die Pädagogen sei es interessant gewesen, zu beobachten, dass selbst zappelige Kinder den ganzen Nachmittag ruhig und konzentriert gearbeitet hättenl, schreibt die Schule. Die Atmosphäre sei sehr inspirierend gewesen.

Die Jugendlichen gaben sich gegenseitig Tipps und die erfahrenen Künstler ließen sie ausprobieren, ohne ihre Zeichnungen zu bewerten.

Am zweiten und dritten Tag ging es dann an die Wand. Als erstes wurden die erforderlichen Schutzvorkehrungen ausgiebig erläutert, dann ging es los: zunächst der Hintergrund in diversen Farben, anschließend sprayten die Schüler ihre Characters an die Wand.

Solche Projekte sollen die Jugendlichen stärken, indem sie Stärken entdecken, die sie im normalen Schulalltag nicht immer nutzen: Geduld, Ausdauer, Konzentration und Sorgfalt.

Die meisten der jungen Künstler seien ausdauernd und mit viel Spaß am Werk gewesen, so die Schule. Sie trotzten selbst den hohen Temperaturen. Insgesamt sei es eine sehr positive Erfahrung gewesen, hieß es gleichermaßen von Schülern, Künstlern und Pädagogen. (red)

Quelle: HNA

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