An der Drei-Burgen-Schule werden die Kompetenzen von Siebtklässlern beurteilt

Schüler auf dem Prüfstand

Erlebnispädagogik: Erkin Kirik wird von seinen Gruppenmitgliedern durch ein Labyrinth von Plastikbechern geleitet. Mit verbundenen Augen muss er sich ganz auf die Zurufe seiner Mitschüler verlassen können, um sicher am Ziel anzukommen. Foto: V.Koch

Felsberg. An der Felsberger Drei-Burgen-Schule werden eine Woche lang die Stärken und Schwächen von Schülern der 7. Klassen beurteilt. Bei dem Kompetenzfeststellungsverfahren KomPo7 beurteilen 40 Beobachter – darunter Lehrer, Studenten, Vertreter der Wirtschaft und des Vereins für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung (VSB) Kassel – die über 120 Schüler des Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialzweiges.

Entwickelt wurde das Verfahren vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft. Es wird gefördert vom Land Hessen, der Regionaldirektion Hessen, dem Europäischen Sozialfond, der Bundesagentur für Arbeit und der Stadtsparkasse Felsberg.

Auf dem Stundenplan stehen für die Schüler an Stelle von Mathe, Deutsch und Biologie erlebnispädagogische Übungen wie Brückenbau und Eisschollen-Spiel. „Dabei geht es nicht um fachliche Kompetenzen, sondern darum, wer die Initiative ergreift“, sagt Schulleiter Dr. Dieter Vaupel.

Das Verfahren soll den Siebtklässlern helfen, ihre berufsfeldbezogenen Interessen und Stärken zu entdecken. Geprüft werden Teamfähigkeit, Kommunikationsverhalten, Durchsetzungsvermögen, Arbeitsmotivation und Kontakfähigkeit. „Es geht darum, die Stärken der Schüler zu erkennen“, erklärt Vaupel.

Außerdem gibt es ein Job-Interview mit Vertretern von B.Braun, Volkswagen, IHK und dem Geschäftsführer eines Secondhand-Ladens.

Am Ende bekommen die Schüler – die sich zu Beginn des Projekts selbst eingeschätzt haben – eine Rückmeldung über ihr Verhalten in den unterschiedlichen Übungen.

Die Ergebnisse stellen die Grundlage für die weitere Förderung der Schüler auf dem Weg ins Berufsleben dar. „Im letzten Jahr war das Kompetenzfeststellungsverfahren ein großer Erfolg für Eltern, Lehrern und Schüler“, sagt Vaupel. (yvk)

Quelle: HNA

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