667 Schüler treten zum Abitur an

Pst: Ab heute muss in Schulen noch mehr Rücksicht genommen werden. Foto: dpa

Schwalm-Eder. Für 667 junge Frauen und Männer im Schwalm-Eder-Kreis wird es ab Freitag ernst: Die zentral organisierten schriftlichen Abiturprüfungen beginnen mit dem Fach Englisch und enden am 30. März mit dem Fach Latein.

An der Theodor-Heuss-Schule in Homberg stellen sich 110 Schüler der Abiturprüfung, an der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule sind es 122, an der König-Heinrich-Schule in Fritzlar sind es 116, an der Ursulinenschule 66. 115 treten im Schwalmgymnasium Treysa zu Prüfung an, 81 an der Christophorus-Schule Oberurff und 57 an der Melanchthon-Schule in Steinatal.

An letzterer Schule gibt es eine Besonderheit, erklärte Studienleiter Wolfgang Forst: Vier Schüler hatten sich für den Physik-Leistungskurs entschieden. Dazu besuchten sie den Unterricht im Schwalmgymnasium und legen dort auch ihre Prüfung ab. Diese Kooperation habe sich bewährt, sagt Forst: In der Vergangenheit hätten Schüler des Schwalmgymnasiums an der Melanchthon-Schule in Französisch Abitur gemacht. Die Zusammenarbeit ermögliche eine größere Bandbreite an Kursen.

Die Schul- und Oberstufenleiter sehen ihre Schützlinge gut vorbereitet. Alfred Schiebel von der König-Heinrich-Schule und auch Manfred Marek vom Schwalmgymnasium führen dies auch auf einen erhöhten Druck durch das zentrale Landesabitur zurück. Die Schüler seien ehrgeizig und arbeiteten intensiv auf das Abitur hin.

Keine Experimente, heißt es im Fach Mathe bei den Ursulinen-Schülern in Fritzlar: Von 66 Abiturienten legen 64 ihre Prüfungen schriftlich ab, berichtet Schulleiterin Jutta Ramisch. Mündliche Prüfungen oder gar Präsentationen sind in diesem Fach kaum gefragt. Einen Rückgang bei den Präsentationen hat auch Manfred Marek vom Schwalmgymnasium registriert: Der Aufwand gegenüber einer mündlichen Prüfung sei höher, die Noten aber im Durchschnitt nicht besser.

An der Christophorusschule in Oberurff gehen die Schüler den umgekehrten Weg: Von 81 Abiturienten wollen 56 ein Thema präsentieren. Oberstufenleiter Bernd Bick führt das darauf zurück, dass diese Methode in der Schulzeit häufig geübt worden sei und den Schülern eine gewisse Sicherheit verleihe.

Geprüft werden die beiden Leistungskurse und ein drittes Fach schriftlich, ein viertes Fach mündlich. Fünfte Prüfungsleistung kann eine weitere mündliche Prüfung, eine Präsentation oder eine besondere Lernleistung sein. Letzteres sind meist umfangreiche Studienarbeiten. (sis)

Quelle: HNA

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