Schülerinnen der Abschlussklassen besuchten einmal pro Woche das Altenzentrum

Spangenberg. Für acht Mädchen war es eine besondere und positive Erfahrung: Ein halbes Jahr lang sind sie einmal pro Woche an einem Nachmittag ins Spangenberger Awo-Altenzentrum gegangen und haben sich dort mit Senioren beschäftigt.

Das schulische Nachmittagsangebot der Burgsitzschule richtete sich an Jungen und Mädchen der 9. Hauptschul- und der 10. Realschulklassen.

Jede Schülerin – im vergangenen Jahr hatten sich auch Jungen beteiligt – kümmerte sich um jeweils eine der sieben Seniorinnen und den Senior. So entstanden feste Bindungen, und diese Heimbewohner freuten sich Woche für Woche auf den nächsten Besuch der fröhlichen und aufgeschlossenen Mädchen, berichtet Einrichtungsleiterin Karin Meyer.

Zuverlässig und aufgeschlossen seien die Schülerinnen gewesen, „eine tolle und in diesem Jahr besonders harmonische Gruppe“ sei es gewesen. „Jederzeit wieder“, sagt Karin Meyer.

So soll es auch im nächsten Schuljahr sein, und auch das offene Nachmittagsangebot soll fortgesetzt werden, berichtet Wilfried Brietzke, Lehrer an der Burgsitzschule.

Für die offenen Angebote können sich die Schüler jeweils für ein halbes Schuljahr einwählen. Das Angebot „Kids im Altenzentrum“ soll aber für ein Jahr gelten. Doch schon das vergangene Schulhalbjahr hat ausgereicht, dass sich zwei Schülerinnen beruflich in Richtung Altenpflege orientieren wollen.

Die eineinhalb Stunden pro Woche waren für die Mädchen und die Senioren Stunden mit vielen Gesprächen, mit viel Lachen, Vorlesen, Spielen und Diskussionen über zerrissene Strumpfhosen von Wiebke Snethlage. Sie waren Gesprächsthema Nummer eins, berichtet die Schülerin, und: „Sie wurden zu meinem Markenzeichen.“ Doch nicht nur an den kaputten Strumpfhosen, sondern an den Jugendlichen generell und deren Leben zeigten die Senioren Interesse.

Und umgekehrt: Die Schülerinnen haben viel darüber erfahren, wie es früher war. Und, wie es Vanessa Liese und Franziska Böde formulieren: „Die alten Menschen, die wir einmal die Woche betreut haben, sind uns sehr ans Herz gewachsen.“ (bmn)

Quelle: HNA

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