Familie bittet um Hinweise

Schüsse auf Kater in Schwalmstadt

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Auf dem Weg der Besserung: von links Magnus (2) mit seinem Vater Tobias Kreuter und dem verletzten Kater Bo.

Schwalmstadt. Zwei Tage lang suchte Tobias Kreuter den Familienkater Bo. Als das Tier dann bei einer Nachbarin auftauchte, war Bo verändert, er fauchte und zog sich zurück.

„Wir ahnten, dass etwas passiert war“, sagte Tobias Kreuter. Kater Bo war von zwei Kugeln getroffen worden.

Seit 2009 lebt das Tier bei Familie Kreuter im Wohngebiet Auf der Metze in Treysa. Der Freigänger ist im Wohngebiet unterwegs. Vor einer Woche kam er nachts nicht nach Hause. Verletzungen sahen Tobias Kreuter und seine Frau Barbara aber danach nicht.

Die Familie brachte den Kater zu Tierärztin Karin George. Eine Röntgenaufnahme sorgte für Klarheit: Zwei Projektile steckten im Körper des Tieres. Eine Kugel entfernte die Ärztin, die zweite verbleibt im Körper des Katers. Es würde zuviel Schaden anrichten, sie zu entfernen. „Ohne Frau George würde Bo nicht mehr leben“, fügte der Katzenhalter dankbar an.

Unterhalb des Schwanzes wurde Bo zweimal getroffen. Die Luftgewehr-Projektile, sogenannte Diabolo-Kugeln, blieben stecken, verletzten einen Teil des Darms. Nach der OP war unklar, ob Bo durchkommt. Noch immer sind die Einschusslöcher wund, so dass der Kater im Haus bleiben muss, damit sich die Wunden nicht weiter entzünden.

Magnus Kreuter, der zweijährige Sohn, hat den Kater ins Herz geschlossen. Der kleine Junge möchte den Kater immer wieder streicheln, doch Bo mag dies noch nicht, er läuft weg. Gedanken machten sich die Eltern, wenn der Vierbeiner hätte eingeschläfert werden müssen: „Wir hätten Magnus erklären müssen, warum Bo einfach nicht mehr da ist“, sagte der Vater.

Mittlerweile ist Bo auf dem Weg der Besserung.

Wo auf den Kater geschossen wurde, weiß das Ehepaar nicht. Tobias Kreuter ist wütend: „Es kann nicht sein, dass hier einer in der Wohngegend rumballert.“ Barbara Kreuter ist besorgt, auch wenn die Schüsse am Feld gefallen sein sollten: „Dort sind jeden Tag Spaziergänger unterwegs, auch viele Mütter mit Kinderwagen.“

Anzeige erstattet

Tobias Kreuter möchte die Tierquälerei an seinem Kater nicht hinnehmen. Er erstattete Anzeige und hängte Zettel auf, bittet um Hinweise. Zwei Frauen aus der Nachbarschaft haben sich bei ihm gemeldet. Ihre Katzen waren nach dem Freigang nicht nach Hause zurückgekehrt.

Das Ehepaar hat Verständnis, dass nicht jeder Katzen mag: „Dann kann man sie aber verscheuchen und nicht auf sie schießen.“

• Wer Hinweise zu den Schüssen auf Kater Bo geben kann, erreicht Tobias Kreuter unter Tel. 0178/6288809.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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