Schützengilde Wolfhagen feierte 50-jähriges Bestehen und Abschlussball

Hohe Ehrung: Vom stellv. Sportkreisvorsitzenden Willi Röhn (rechts) gab es Manfred Sender die Ehrennadel in Bronze des LSB.

Wolfhagen. In der vollbesetzten Wolfhager Stadthalle gab es am Samstagabend doppelten Grund zur Freude: Einmal feierte die Schützengilde Wolfhagen ihr 50-jähriges Bestehen und verband diesen runden Geburtstag mit der Gastgeberrolle für den traditionellen Rundenwettkampfabschlussball des Schützenkreises Wolfhagen.

Letzteres war der Grund dafür, dass die sportlichen Kurz- und Langwaffenspezialisten von der Winterlichte, dort steht ihr modernes Schützenhaus, ihr Goldjubiläum vorgezogen hatten. Denn offiziell wurde der Verein am 23. August 1963 in der ehemaligen Wolfhager Gaststätte „Zum Rosengarten“, dort steht heute die Stadthalle, aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglieder waren Bernhard Hasenknopf, Karl Döhne, Heinz Sprenger, Alfred Vogel, Werner Tuchtenhagen sowie das „Wolfhager Original“ Wilhelm Emmel. Da aber vom Gesetzgeber her für eine Vereinsgründung sieben Personen notwendig waren, holte man kurzerhand aus dem Nachbarhaus Ruth Auffarth mit an den Tisch.

Gold für Mitgründer

Von den Gründungsmitgliedern konnte Vorsitzender Peter Duplois beim Kommers nur Werner Tuchtenhagen begrüßen. Dieser wurde, dem goldenen Feieranlass entsprechend, mit höchsten Goldehrungen dekoriert. Neben der internen Vereinswürdigung erhielt er die Goldene Ehrennadel des Hessischen Schützenverbands sowie die des Deutschen Schützenbundes.

Für sein Jahrzehnte langes ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Vorstandsfunktionen zeichnete der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Region Kassel, Willi Röhn (Balhorn), im Auftrag des Landessportbundes Hessen Manfred Sender mit der Ehrennadel in Bronze aus. (weitere Ehrungen siehe Hintergrund). In Momentaufnahmen ließ Peter Duplois die Vereinsgeschichte Revue passieren. Sportliche Höhepunkte waren in den vergangenen Jahren unzählige Erfolge auf Kreis-, Gau-, Landes- und nationaler Ebene.

Besondere Meilensteine in der Schützengilde-Vita bildeten 1966 die Gründung eines Fanfarenzuges, der wenig später gar die Deutsche Meisterschaft nach Wolfhagen holte.

Zudem wurde von 1968 bis 1973 der Bau des Winterlichte-Schützenhauses durch enorme Eigenleistungen der Mitglieder und mit Hilfe einer Pioniereinheit der in Arolsen stationierten belgischen Armee vorangetrieben. Der Fanfarenzug trennte sich 1989 von den Schützen, wurde als Musikzug Wolfhagen eigenständig.

Schießen für Jedermann

Der nächste sportliche und gesellschaftliche Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist offen für jedermann, ausgenommen allerdings sind aktive Wettkampfschützen, vom 22. bis 25. August die traditionelle Schießsportwoche mit dem Wolfhager Stadtpokalschießen.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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