Schuh-Rohde soll aus der Verlustzone heraus sein

Schuh-Rohde: Gewerkschaft will Runden Tisch mit Anteilseigenern 

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Der Standort in Ziegenhain: Gut 160 Menschen haben hier noch Arbeit.

Schwalmstadt. Zu einem Runden Tisch zum Stand bei Schuh-Rohde wird die IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) einladen. Wie die Gewerkschaft mitteilte, geht es um „die abschließende Restrukturierung der Firma Rohde in Schwalmstadt und die nachhaltige Standort- und Beschäftigungssicherung“.

Die wirtschaftlichen Zahlen zeigten eindeutig, dass sich Rohde zum ersten Mal seit Jahren aus der Verlustzone gebracht habe. Jetzt seien auch die Ansprüche der Beschäftigten zu berücksichtigen, da Teile des Urlaubsgeldes für 2013 noch ausstünden, ebenso das Weihnachtsgeld 2013 und der Demografiebeitrag von 339 Euro pro Beschäftigten.

Zielsetzung sei die Sicherung des Standortes und der Arbeitsplätze. Dazu gehört nach Auffassung der IG BCE „auch ein deutlicher Beitrag der Kapitalgeber“.

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Eingeladen werden laut IG BCE der Betriebsrat, der Sachverständige des Betriebsrates Prof. Dr. Beyer, der Insolvenzverwalter, die Anteilseigner und die Kreissparkasse Schwalm-Eder (KSK).

Schuh-Rohde hatte Ende 2012 eine zweite Entlassungswelle besiegelt, für über 100 Rohde-Mitarbeiter war vor genau einem Jahr der letzte Arbeitstag.

Bereits 2008, nach der Insolvenz und Übernahme durch die Investmentgesellschaft Square Four und der Investmentbank Morgan Stanley, war 200 Rohde-Mitarbeitern nichts anderes als der Gang zum Arbeitsamt geblieben. Von den einst weltweit 1700 Beschäftigten des Unternehmens blieben nach Angaben der Betriebsratsvorsitzenden Ute Langstädtler noch 160 Mitarbeiter am Standort in Schwalmstadt. Sie arbeiten in den Bereichen Verwaltung, Logistik, Modellabteilung und Produktentwicklung. (syg/aqu)

Quelle: HNA

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