Geschenke der Hoffnung möchte armen Kindern Weihnachten eine Freude machen

Schuhkarton bringt Freude

Schwalm. Seit Tagen kündigt sich der Winter mit Minusgraden an. In den Supermärkten werden schon seit Wochen Lebkuchen, Spekulatius und Marzipan angeboten. Viele Kinder bekommen zu Weihnachten nichts. An diese Kinder richtet sich die Aktion „Geschenke der Hoffnung“.

Freiwillige packen einen Schuhkarton mit kleinen Geschenken, die armen Kindern zugute kommen. Anja Schmiedl aus Neukirchen-Hauptschwenda ist seit sieben Jahren die Sammelstellenleiterin in der Schwalm.

Vor sieben Jahren las Anja Schmiedl, selbst Mutter von vier Kindern im Alter von 14 bis 19 Jahren, von dieser Aktion. Sie beteiligte sich und blieb dieser Aktion treu. Seit Mitte Oktober nimmt sie Päckchen entgegen. Im Vorjahr kamen bei den Sammelstellen in der Schwalm 348 Päckchen zusammen.

Ehe die Päckchen von einer Spedition abgeholt und nach Berlin gebracht werden, stapeln die sich im Erdgeschoss und im Wohnzimmer. „Ein ganzer Haufen war das“, berichtet Anja Schmiedls Sohn Joachim (14).

In Berlin werden die Päckchen in Container verfrachtet und in ihre Bestimmungsländer gebracht. Letztes Jahr gingen die Päckchen nach Polen, Rumänien und Serbien, vor zwei Jahren nach Moldawien.

Ab sofort sind die vier Abgabestellen in der Schwalm besetzt. Bis Dienstag, 15. November, sind Päckchenpacker aufgerufen, einen Schuhkarton mit Geschenken für Kinder in Not zu füllen. Träger der Aktion ist das christliche Hilfswerk Geschenke der Hoffnung in Berlin.

Ehe die Päckchen auf die Reise gehen, werden sie kontrolliert. Denn nicht alle Lebensmittel dürfen verschickt werden (Hintergrund). Die Päckchen sollen bestimmte Kriterien erfüllen. Der Deckel und der Boden eines Schuhkartons wird mit Geschenkpapier beklebt, ein großes Gummi erlaubt, das Päckchen auf- und zuzumachen. Schließlich soll das Geschenk für die Kinder eine Schatzkiste sein.

„Es ist toll und macht Spaß“, beschreibt Anja Schmiedl ihre Treue zu der Aktion, „die ein bisschen Hoffnung und Freude für die Kinder bringt“.

Die meisten Päckchen werden in der Zeit vom 10. bis 15. November angeliefert. „Dann muss immer jemand hier sein, wenn ich außer Haus bin“, sagt sie.

Viele bringen jedes Jahr ein Päckchen. Eine Frau aus Treysa hatte einmal das ganze Jahr gestrickt und eine ganze große Kiste mit Mützen gebracht, erinnert sie sich. Schokolade, Bonbons, Hefte, Stifte, Zahnpasta, Spielzeug, Haarspangen, Waschlappen, Bürsten, „von allem ist was drin“, erzählt Anja Schmiedl. „Aber jedes ist anders gepackt.“

Geschichten für Kinder

In den Empfängerländern überreichen christliche Gemeinden hilfsbedürftigen Mädchen und Jungen die Päckchen. Wo es erlaubt und erwünscht ist, bieten die Gemeinden auch ein Heft an, das Kindern Geschichten aus der Bibel erzählt und laden sie in ihre Gemeinde ein. (alx/ddd)

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 550 000 Kartons in Deutschland, Österreich und der Schweiz gepackt. (alx/ddd)

• Bis Dienstag, 15. November, können der gefüllte Schuhkarton sowie eine Spende von mindestens sechs Euro für Abwicklung und Transport abgegeben werden.

• Weitere Abgabestellen sind unter www.Geschenke-der-Hoffnung.org veröffentlicht. Artikel unten

Quelle: HNA

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