Berührungsängste zu den Beamten sollen abgebaut werden

300 Schulanfänger aus dem Wolfhager Land besuchen die Polizei

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Hatten eine interessante Zeit in der Wolfhager Polizeistation: Die Zierenberger Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen und Polizist Fabian Schwarz. Mali-Sue darf fürs Foto die Polizei-Kelle halten.

Wolfhagen. Aufgeregtes Gemurmel im Eingang der Wolfhager Polizeistation. Es ist Kindergartentag und 300 Schulanfänger der zehn Kindergärten aus dem Wolfhager Land dürfen sich hier umsehen.

Das ist spannend. „Wir freuen uns, die Kinder bei uns zu haben", sagte der Wolfhager Polizeichef Volker Pieper.

Ihm und seinem Team sei es wichtig, möglichst früh Berührungsängste ab- und Vertrauen aufzubauen. Es ist aber nicht einfach ein Durchlaufen der Räume, die Kindern lernen auch ganz viel. Und sie dürfen ihr bisher Erlerntes auch einbringen.

So fragte Polizeihauptkommissar Hartmut Wolf, welche Nummer die Kinder wählen würden, wenn sie die Hilfe der Polizei bräuchten. Im Chor riefen die Kinder die „110“. Und dass mit der „112“ die Rettungsleitstelle gerufen wird, wussten die Kinder auch. Nachdem sie auch selbst ins Funkgerät sprechen durften, folgten sie Hartmut Wolf in die Wache und ab da übernahm Polizeioberkommissar Rüdiger Amstutz. Er zeigte den Zellentrakt der Polizeistation.

Mit den Kindern auf Augenhöhe: Stefan Kohlschmidt übte das richtige Überqueren der Straße.

In einer Zelle war die „Tochter des Räuber Hotzeplotz“ eingesperrt, die den Fußballjungs den Ball geklaut hatte. Die Kinder durchschauten aber schnell, dass die Räuberstochter in Wirklichkeit Polizeipraktikantin Patricia Wölbing war.

Nachdem Beamtin Bettina Stippich das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein in moderner Version erzählt hatte, übte Polizeioberkommissar Stefan Kohlschmidt mit den Kindern, wie man eine Straße sicher überquert. Und Fabian Schwarz, Polizeikommissar-Anwärter, zeigte die Dienstfahrzeuge und schaltete auch Blaulicht und Martinshorn zur Demonstration ein.

Am Ende war schnell klar, dass fast alle Kinder nun einen ganz festen Berufswunsch hatten: nämlich Polizist zu werden. Dass die Polizei Freund und Helfer ist, untermauerten die Beamten durch ihre sehr einfühlsame Art im Umgang mit den Kindern.

Von Monika Wüllner

Quelle: HNA

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