Finanzierung durch Landkreis und Banken

Schuldnerberatung ist weiter gesichert

Schwalm-Eder. Die Finanzierung der Schuldnerberatung im Schwalm-Eder-Kreis ist auch für das Jahr 2011 gesichert. Der Landkreis beteiligt sich mit 70 000 Euro an den Kosten.

37 000 Euro übernehmen die Raiffeisenbank Borken, die Kreissparkasse Schwalm-Eder sowie die Stadtsparkassen Borken, Felsberg und Schwalmstadt. Das Land beteiligt sich an den Personalkosten, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.

Die Schuldnerberatung wird von der Awo Schwalm-Eder sowie der Verbraucherzentrale in Borken getragen. Mit Vertretern der Banken und des Landkreises trafen sie sich jetzt zu einem Erfahrungsaustausch.

1137 Beratungsgespräche wurden im vergangenen Jahr geführt. Zu beobachten war, dass die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II, die Beratung in Anspruch nahmen, gestiegen ist. Auch die Verschuldung durch Gewinnspiele sowie die Kostenfallen im Internet spielten zunehmend eine Rolle. Ein neues Phänomen seien Forderungen aus Urheberrechtsverletzungen, verursacht durch illegales Herunterladen von Musik- und Filmdateien aus dem Internet.

Pfändungsfreier Betrag

Auch die Neuerungen im Kontopfändungsrecht hätten zu einem umfangreicheren Beratungsbedarf geführt, berichteten Awo und Verbraucherzentrale. Ein Kontoinhaber könne sein Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln. Ein Grundbetrag sei dann pfändungsfrei. Bis Ende 2011 gelte noch das bisherige Kontopfändungsrecht.

Frank-Martin Neupärtl kritisierte, dass sich außer der Raiffeisenbank Borken keine der anderen Genossenschaftsbanken aus dem Landkreis an der Finanzierung der Schuldnerberatung beteilige. (hro)

Quelle: HNA

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