Rettungsübung der Feuerwehr: Melsunger Gesamtschule binnen Minuten leer

Jetzt wird’s nass: Der Löschangriff der Melsunger Feuerwehr in der Gesamtschule Melsungen am Dienstag war nur eine Übung. Rettungsübungen dienen der Routine für den Ernstfall und der Akquise neuer Mitglieder für die Hilfsorganisationen. Foto: M. Berger

Melsungen. Für den Ernstfall üben - das ist gerade für Rettungsdienste wie Feuerwehr, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk wichtig. Am Mittwoch rückten die Einsatzkräfte aus und probten die Rettung der Melsunger Gesamtschüler.

Die Rettungsübung hatte zwei Gründe: „Erstens ist es wichtig, dass wir für unsere Schüler regelmäßig einen Feueralarm simulieren und im Falle eines Falles korrekt reagieren können“, sagte Dirk Mardus, Mitglied der Schulleitung, der die Rettungsübungen an der Gesamtschule koordiniert. „Außerdem können wir damit die Schüler fürs Ehrenamt begeistern“, ergänzte Schulleiter Volker Wiegand. Denn den Hilfsorganisationen brechen stetig die Mitglieder weg. Es werde immer schwieriger, die Jugend für den Dienst am Menschen zu rekrutieren.

„Das Freizeitangebot, das Jugendlichen heute zur Verfügung steht, wird immer weniger angenommen“, sagte Sven Bernhardt vom Technischen Hilfswerk, der die Gesamtschule in Sachen Rettungs- und Notfallausbildung betreut. „Wir leben eben im Internetzeitalter.“

„Menschen helfen Menschen“ heißt die Aktion, die von allen Rettungsorganisationen für die Schulen des Schwalm-Eder-Kreises angeboten wird.

„In vertiefenden Kursen bringen wir den Schülern bei, wie sie sich im Notfall zu verhalten haben“, erklärte die Kreisbeauftragte für dieses Projekt, Karin Plehnert-Helmke von der Freiwilligen Feuerwehr Röhrenfurth. „Damit wecken damit das Interesse der jungen Leute für Feuerwehr, DLRG, THW oder einen der Rettungsdienste.“ Der Erfolg dieser Aktion spricht für sich, Volker Wiegand resümiert: „Wenn bei uns der Feueralarm ausgelöst wird, dauert es keine zwei Minuten, und alle Kinder sind im Freien.“

Das habe das Kollegium mit den Schülern immer wieder geübt. „Mit dem Ergebnis: Es könnte nicht besser funktionieren“, sagte Wiegand.

Schulen, die sich für die Aktion „Menschen helfen Menschen“ interessieren, können übers Brandschutzamt Kontakt zu Karin Plehnert-Helmke aufnehmen. (zbg)

Quelle: HNA

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