Schnelle Internetverbindungen fehlen noch

Schulen im Wolfhager Land: Bedarf an Tablets steigt

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Kreide ade: An immer mehr Schulen sucht man eine Tafel und Kreide vergeblich. Whiteboards werden auch im Wolfhager Land immer häufiger benutzt, der Bedarf nach Tablets steigt. Lediglich das Internet hinkt hinterher.  

Wolfhager Land. An den 14 Schulen im Wolfhager Land ist die Ausstattung gut. Mit 28 Computerräumen, die 458 Arbeitsplätze bieten, 43 Tablet-PCs, plus weiteren Notebooks stehen 839 Geräte für 4322 Schüler zur Verfügung immerhin eine Abdeckung von 19 Prozent. Dies geht aus den Zahlen des Kreisausschusses hervor, nachdem die FDP einen entsprechenden Antrag gestellt hatte.

Das Durchschnittsalter der Geräte beträgt im Wolfhager Land momentan 1,93 Jahre (Im Kreis Kassel: 1,8 Jahre). Dabei muss jedoch beachtet werden, dass ein Raum an der Christine-Brückner-Schule in Sand nächstes Jahr erneuert wird. Danach sollte das Durchschnittalter auf etwa 1,4 Jahre sinken und wäre noch unter dem Durchschnitt des gesamten Kreises Kassel.

Sieben der Computerräume sind mit sogenannten „Thinclients“ ausgestattet. Dabei bedient ein einzelner Server mehrere PCs. Vorteil dabei ist, dass die PCs selbst kaum altern, denn der Server kann stets modernisiert werden. Diese Räume werden deshalb auch nicht in das Durchschnittsalter eingerechnet.

43 elektronische Tafeln (Whiteboards) stehen den Schulen zur Verfügung. Hier ist der Bedarf vorerst gedeckt. Die Nachfrage nach Tablet-PCs, insbesondere Ipads, steigt hingegen stetig. Der Mangel an schnellem Internet macht es jedoch nahezu unmöglich, mit mehreren Geräten gleichzeitig zu arbeiten, so der Kreisausschuss. Denn an vielen Schulen ist momentan kein schneller Internetzugang möglich.

Ein Ziel für die nächsten Jahre soll sein, dass Schüler die Möglichkeit haben, sich mit ihren privaten Geräten in das Schulnetz einzuloggen.

An der Herwig-Blankertz-Schule in Wolfhagen gibt es besonders beim Breitbandinternet noch Probleme. Zur Zeit ist die Schule noch über eine Funkstrecke mit der Wilhelm-Filchner-Schule verbunden, die maximal 16 Mbit/s erlaubt. Aufgrund des abgelegenen Standortes ist dies momentan die einzige Möglichkeit. Laut Kreisausschuss ist der geschätzte Investitionsbedarf an der Herwig-Blankertz-Schule 50 000 Euro. 10 000 Euro wären für einen Breitbandanschluss nötig, 25 000 Euro für den Ausbau des WLAN-Netzes, sowie 15 000 Euro für weitere Projekte.  

Quelle: HNA

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