Schulleiter der Drei-Burgen-Schule Dr. Dieter Vaupel geht in den Ruhestand

+
Abschied von Schule und Schülern: Der Schulleiter der Drei-Burgen-Schule Dr. Dieter Vaupel scheidet aus dem Dienst aus. Von links Lea Mirkoleit, Ela Nurmeral, Joelina Götting und Katharina Lazarev vor seiner Verabschiedung im Januar 2017. 

Felsberg. Sein Ruhepuls liegt bei 50. Das ist ein Wert, den sonst nur Spitzensportler aufweisen. Topfit und voller Energie ist der radsportbegeisterte Dr. Dieter Vaupel in jedem Fall - auch noch mit 66 Jahren. Der Schulleiter der Drei-Burgen-Schule in Felsberg wird dennoch am 31. Januar aus dem Dienst verabschiedet.

Es scheint, als müsse er sich ein wenig selbst davon überzeugen. „Man soll erhobenen Hauptes aus der Schule gehen, und mit einem positiven Blick auf die Dienstzeit“, sagt er. Noch vor einem Jahr war er dazu nicht bereit.

Da hätte seine Dienstzeit eigentlich offiziell geendet. Vaupel verlängerte um ein weiteres Jahr. Doch jetzt ist endgültig Schluss. 40 Jahre war er im Dienst, davon 15 Jahre als Schulleiter der Felsberger Gesamtschule.

2002 trat der gebürtige Spangenberger den Posten in der Drei-Burgen-Schule an. Dort hatte er 1977 auch sein Zweites Staatsexamen absolviert.

„Lehrer wollte ich immer werden“, sagt Vaupel. Doch die eigene Schulzeit hatte auch so ihre Tücken. Das Abitur schaffte er erst, nachdem er vom Gymnasium auf die Realschule zurück kehrte und dann im zweiten Anlauf startete. „In der Oberstufe war dann der Knoten geplatzt“, sagt er.

„Ich kann es verstehen, wenn Schüler mal ins Wanken kommen.“ Was dann hilft? Sein Motto natürlich. Es sei ihm immer wichtiger gewesen eine gute Atmosphäre in der Schule zu schaffen, sagt er. „Wir unterrichten nicht nur Fächer, sondern in erster Linie Kinder und Jugendliche“, fügt er hinzu. Nur so könne man auch inhaltlich etwas bewegen. Zu den Meilensteinen seiner Zeit als Schulleiter zählt er die baulichen Veränderung an der Schule, wie die Sanierungen, das Ganztagsangebot, das IT-Konzept, das Mittelschulkonzept und die Zusammenarbeit mit dem Verein Kinder- und Familienfreundliches Felsberg in der Schulcafeteria. Das Lehren habe sich verändert. Individualisiertes Lernen stehe nun an vorderster Front.

Station an der Universität

Dass er einmal Schulleiter werden würde, das war nicht klar. Eine Universitäts-Karriere sei auch eine Option gewesen. Noch heute hat der Lehrer für Deutsch und Gesellschaftslehre, der in Politikwissenschaften promovierte und mehrere Bücher zu pädagogischen und historischen Themen schrieb, dort einen Lehrauftrag, den er auch nach seiner Pensionierung ausüben will.

Etwas ruhiger will er die nächste Zeit schon angehen, hat sich aber auch einige Ziele gesetzt.

Der Sport soll weiter eine wichtige Rolle spielen. Er will den Ötztaler Radmarathon fahren. Das Rennen geht über vier Pässe und 240 Kilometer. Der Radsport begleitet ihn seit 40 Jahren. „Ich war einer der ersten, der mit dem Trikot durch die Orte gefahren ist.“

Vaupel trainiert auch das Regioteam der MT Melsungen. Und er will am alten Pfaarhaus in Niedervorschütz, in dem er wohnt, arbeiten.

Quelle: HNA

Kommentare