Schulleiter Heinz Meier verabschiedet

Er war 33 Jahre lang das Gesicht der Gustav-Heinemann-Schule in Borken: Schulleiter Heinz Meier wurde jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Foto:  Brandau

Borken. Es gibt Menschen, die reisen um die halbe Welt, um ihre Bestimmung zu finden. Heinz Meier blieb einfach dort, wo er herkam.

Er fand diese Bestimmung vor der Haustür. 33 Jahre, und damit genau sein halbes Leben lang, war der Borkener der Direktor der Gustav-Heinemann-Schule. Jetzt, nach mehr als 41 Jahren im Beruf, geht Meier in den Ruhestand.

Der 66-Jährige hatte Zeit, sich auf diesen Schritt vorzubereiten, denn eigentlich hätte er schon im vorigen Jahr die Gelegenheit ergreifen können, dem Schulalltag zu entfliehen. Meier aber wollte gar nicht fliehen, im Gegenteil, er wollte gerne bleiben - und diesen Schulalltag noch weiter gestalten.

Viel Gestaltungswillen

Um die Bauarbeiten weiter zu begleiten, um neue Kollegen gut einzuarbeiten. „Ich wollte, dass die GHS gut dasteht, wenn ich gehe.“ Das ist ihm gelungen: Meier hat es sogar schriftlich, dass er die Schule mit viel Gestaltungswillen geformt und seine Kollegen stets mit großer Überzeugungskraft motiviert hat. All das bescheinigte ihm ein Vertreter des Staatlichen Schulamts bei der Verabschiedung: Die Gustav-Heinemann-Schule, sagte er, sei Meiers Lebenswerk.

Ein riesiges Lob

Meier weiß dieses Lob zu würdigen. Dennoch freut er sich auf einen Lebensabschnitt, in dem die Wochenenden wirklich arbeitsfrei sind. Denn auch, wenn das viele Menschen nicht glaubten: „In der Schule wird man nie fertig mit der Arbeit.“ Denn die bestehe ja nicht nur im Benoten von Klassenarbeiten, sondern habe zig Facetten. Und reichen von A wie Ansprechpartner bis Z wie Zeugniskonferenzen.

Doch Meier gehört nicht zu jenen, die über zuviel Arbeit klagen, sondern zu denen, die sich freuen, wenn sie gut gelungen ist. Die Umstellung der GHS aufs neue Modell der Offenen Schule, die vielen Änderungen und Erweiterungen - all das sei gut gelungen.

Deshalb sei jetzt ein guter Zeitpunkt zu gehen. Wird er denn nichts vermissen? Doch, bestimmt, sagt er. „Dieser Beruf war nie eine Belastung für mich, ich war tatsächlich nie krank“ Er überlegt: „Vielleicht deshalb, weil es ein so riesiges buntes Spektakel war.“

Quelle: HNA

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