Schulleiter befürchten Einflussnahme

Schulsanierung durch B.Braun: Ältestenrat kritisiert Schulleiter

Melsungen. Alle im Melsunger Stadtparlament vertretenen Fraktionen bedauern zutiefst den Vorstoß der Schulleiter aus Spangenberg, Felsberg und Guxhagen, heißt es in einer Mitteilung des Ältestenrates der Stadt.

Es sei unnötig, die anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Firma B. Braun beabsichtigte großzügige Schenkung der Familien Braun für die Gesamtschule Melsungen bereits im Vorfeld zu diskreditieren.

Lesen Sie auch:

- B. Braun will 6 Mio. investieren: Schulgeschenk sorgt für Unmut im Kreis

- B. Braun schenkt Stadt Melsungen und Schwalm-Eder-Kreis eine Schule

- Landkreis spart durch B. Braun-Geschenk

Insbesondere die grundlose Unterstellung, dass damit eine inhaltliche Einflussnahme im Firmeninteresse verbunden sei, stößt auf einhelliges Unverständnis, zumal der aufgewendete Geldbetrag in Abstimmung mit dem Schulträger ausschließlich für bauliche Investitionen genutzt werden soll und nicht für Ausstattungen jeglicher Art. Das ist den Schulleitern bekannt. Insofern liegt der Schluss nahe, dass hier eine Neiddebatte begonnen wurde, die die Funktionalität des Schulverbundes in Frage stellen kann und sich dazu noch gegen den Ehrenbürger der Stadt Melsungen richtet.

Die vom Landrat veröffentlichten Investitionszahlen an die in Rede stehenden vier Schulen beweisen zudem deutlich, dass die Gesamtschule Melsungen als einzige einen beträchtlichen Nachholbedarf hat.

Mit einem auf solche Weise dokumentierten Selbstverständnis der Schulleiter wird modernes Mäzenatentum – „Unterstützung einer Institution oder kommunaler Einrichtung ohne Erwartung einer Gegenleistung“ – zum Schaden der Begünstigten im Keim erstickt. Auch dient es keinesfalls der gesellschaftlichen Vorbildfunktion der Beschwerde führenden Personen. (ddd)

Quelle: HNA

Kommentare