Firma will expandieren - neue Jobs entstehen

Kopierschutz für Autohersteller

Wolfhagen. Die Firma Maschinenbau Werner aus Wolfhagen hilft Autoherstellern, ihre Teile gegen Raubkopien zu schützen. Nur wie geht das?

Die Firma Maschinenbau Werner aus Wolfhagen ist eigenen Angaben zufolge innerhalb weniger Jahre zum Weltmarktführer im Bereich der Codierung von Karosserie- und Ersatzteilen in der Automobilbranche aufgestiegen. Konkret stellt die Firma Maschinen her, mit denen Autofirmen einen speziellen Code in ihre Teile prägen. Damit soll der florierende Handel mit Plagiaten der Originalteile eingedämmt werden.

Je zur Hälfte stammen die Kunden des Unternehmens aus Europa und dem Rest der Welt, aus der heimischen Region zählen VW, Daimler-Benz und Technoform zu den Abnehmern, sagt Geschäftsführer Niyazi Karahan. Dies wäre vor wenigen Jahren kaum denkbar gewesen, schließlich habe Firmengründer Wilfried Werner im Jahr 1986 mit zwei Mitarbeitern in Kassel begonnen. 1992 erfolgte dann der Umzug nach Wolfhagen an den jetzigen Standort im Industriegebiet, ergänzt Karahan die Firmengeschichte. Seinerzeit war das Ziel, langfristig bis zu 20 Mitarbeiter einzustellen.

Nun arbeiten 60 Menschen am Standort in der Gutenbergstraße, sagt Karahan und erläutert auch die ehrgeizige Ziele des mittelständischen Unternehmens: „Wir wollen in den nächsten drei Jahren auf 80 Mitarbeiter anwachsen.“ Auch der Umsatz, der derzeit im einstelligen Millionenbereich liege, soll um eine Kommastelle in den zweistelligen Millionenbereich gesteigert werden.

Moderne Technik: Der Prägekopf, auf den Geschäftsführer Karahan zeigt, sorgt für die Codierung der Bauteile.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten soll auch der bevorstehende Umzug in eine neue Halle in der Pommern-Anlage. Das Gebäude sei bereits erworben und werde derzeit umfassend renoviert, sagt der Geschäftsführer. Die Fläche der derzeitigen Produktionshalle, die komplett ausgelastet ist, wird sich von 3000 auf 11 000 Quadratmeter mehr als verdreifachen. Der Umzug ist noch für dieses Jahr geplant. Neben den Mitarbeitern werden natürlich auch die  Maschinen auf das Areal der ehemaligen Kaserne in Gasterfeld wechseln, die allesamt selbst entwickelt und per Patent geschützt sind, sagt Karahan.

Neben dem Bau der Maschinen seien auch alle weiteren Bereiche wie Forschung, Elektroabteilung und Montage in eigener Hand und müssten nicht extern vergeben werden. Durch den Umzug, aber auch die Einstellung eines Vertriebsmitarbeiters wolle man sich „breiter aufstellen“, ergänzt Karahan.

Damit dürften auch die Chancen für Menschen aus der Region, die auf der Suche nach einem Job sind, steigen: Man suche noch Arbeitskräfte aus den Berufsfeldern Industriemechaniker, Elektriker, Kontrukteure und Techniker, sagt der Wolfhager.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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