Ein Sonnenbrand kann üble Folgen haben – Schatten ist besser als pralle Sonne

Schutzschirm für die Haut

Gefährlich: Ein Sonnenbrand, wie ihn sich da der Sonnenanbeter am Timmendorfer Strand holt, schädigt langfristig die Reparaturmechanismen der Haut. Foto: dpa

Fritzlar. Hitze, Trockenheit, UV-Strahlung: Zu keiner Zeit ist unsere Haut so vielen Belastungen ausgesetzt wie im Sommer. Wie man sich am besten vor Sonnenbrand und langfristigen Hautschäden schützt, erklärt der Fritzlarer Dermatologe Dr. Baschar Malek in einem Gespräch mit dieser Zeitung.

Herr Malek, welche Folgen hat UV-Strahlung für die Haut?

Baschar Malek: UV-Strahlung schädigt die Haut grundsätzlich: Sie lässt die Haut schneller altern, verursacht Falten und steigert das Hautkrebsrisiko. Eine akute Folge ist der Sonnenbrand. In jungen Jahren können die Reparaturmechanismen der Haut die meisten dieser Schäden noch kompensieren. Langfristig funktioniert das jedoch nicht.

Man sollte sich also vor Sonnenstrahlung schützen. Was gilt es dabei zu beachten?

Malek: Lichtschutz ist im Sommer ein Muss: sei es durch geeignete Kleidung mit UV-Schutz oder eine Sonnencreme. Der Lichtschutzfaktor sollte - auch wenn man sich für relativ unempfindlich hält - mindestens 20 betragen. Ein Freifahrtschein für einen unbegrenzten Aufenthalt in der Sonne ist das allerdings trotzdem nicht.

Das Schwimmbad ist bei heißen Temperaturen ein beliebtes Ausflugsziel. Doch hält der Sonnenschutz auch im Wasser?

Malek: Wer gern schwimmen geht, sollte beim Kauf der Sonnencreme unbedingt auf den Hinweis „wasserfest“ achten. Cremes werden im Laufe der Zeit grundsätzlich vom Wasser abgewaschen und unwirksam. Das gilt auch für wasserfeste Produkte - jedoch hält deren Schutz länger. Generell ist im Wasser Vorsicht geboten. Denn durch Reflektion ist die UV-Strahlung dort besonders hoch.

Und was tun, wenn man dennoch einen Sonnenbrand bekommen hat?

Malek: Bei einem leichten Sonnenbrand helfen Umschläge mit kaltem Wasser. In schwereren Fällen kann eine kortisonhaltige Creme – in geringer Konzentration frei in der Apotheke erhältlich – die Beschwerden lindern. Auch Aspirin ist dank seiner entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkung bei Sonnenbrand empfehlenswert. ARTIKEL RECHTS

Von Pamela De Filippo

Quelle: HNA

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