CDU-Antrag sorgte für Diskussion in Sitzung

Schutzschirm statt Sonnenschirm

Homberg. So einig war man sich in einer Homberger Stadtverordnetensitzung schon lange nicht mehr. Nach anderthalb Stunden beendete Parlamentsvorsteher Heinz Marx am Donnerstagabend die Sitzung in der Stadthalle.

Während fast alle Punkte einstimmig und ohne große Diskussion abgehandelt wurden (weitere Artikel), war man sich bei einem Antrag der CDU nicht ganz einig. Denn während die CDU beantragte, im Freibad am Erleborn unter anderem die Liegefläche zwischen Schwimmbecken und Restaurant zu terrassieren, Bodenhülsen einzulassen, um Sonnenschutz durch Schirme oder gespannte Segeltücher für Kleinstkinder zu ermöglichen, konterten die Grünen: „Wir wollen nicht unter den Sonnenschirm, sondern unter den Schutzschirm.“ Der Antrag der CDU sei völlig daneben, sagte Klaus Bölling. Die Stadt müsse derzeit alles auf den Prüfstand stellen. Dieser Kritik schloss sich die SPD inhaltlich, aber mit weniger drastischen Worten an. „Unser Schwimmbad ist schön“, sagte Stefan Gerlach. Der Antrag der CDU sei überzogen und komme etwas naiv daher. Das sah man auch in der FWG so: „Wir reden über das Sparen und darüber, eventuell das Becken zu verkleinern“, sagte Achim Jäger.

Werbung neben dem Becken

Indes sagte Manfred Ripke (FDP), dass man nicht alles unter den Schutzschirm stellen dürfe. Die Attraktivität des Bades müsse erhalten bleiben. Der Magistrat soll nun prüfen, was finanziell machbar ist.

Außerdem soll geprüft werden, ob sich Werbeflächen neben dem Schwimmbecken vermarkten lassen, und eine Solaranlage neben dem Schwimmbad zur Stromgewinnung für Pump- und Umwälzanlage des Bades. (may)

Quelle: HNA

Kommentare