Gebiet ist munitionsverseucht

Unbekannte zerstörten Schutzzaun in Wald bei Pommernanlage 

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Zerstört: Der Zaun, der an dem etwa 200 Meter langen Waldweg zur Pommernanlage gebaut wurde, ist nach nur sechs Wochen von Unbekannten an mehreren Stellen zerstört worden.

Gasterfeld. Die Latten sind durchgetreten oder direkt am Pfosten abgerissen, scharfe Holzkanten ragen in die Wiese. Nach nur sechs Wochen ist der Zaun zerstört, der von der Pommernanlage in Gasterfeld in Richtung Wolfhagen führt.

Und das, obwohl er die Spaziergänger vor der munitionsverseuchten Umgebung schützen soll. Mehrere Tage habe es gedauert, den Zaun zu bauen. Uwe Nord, Revierleiter des Bundesforsts, und seine Mitarbeiter verwendeten dafür stabile Eichenpfosten. Deshalb sei es besonders ärgerlich, dass die Abgrenzung zum Wald schon nach sechs Wochen kaputt ist, sagt Nord. „Die Reparaturen kosten uns jetzt viel Geld.“ Die Zerstörung sei ihm aufgefallen, als er mit seinem Betriebsleiter den Weg abgegangen sei. „Ich war ein paar Tage vorher dort, und da war noch alles in Ordnung“, erzählt er.

Nicht betreten: Diese Schilder weisen am Weg auf die Gefahren hin.

Warum der Zaun zerstört wurde, ist dem Revierleiter unklar. „Der Zaun ist für die Sicherheit der Menschen, wir wollen die Spaziergänger nur schützen.“ Denn der ehemalige Übungsplatz an der Pommernanlage ist verseucht mit Munitionen, niemand darf dort durch den Wald gehen, erklärt der Revierleiter.

Da der etwa 200 Meter lange Waldweg aber direkt über einem Abwasserkanal liegt, sei er frei von Munition. „Deswegen durften wir den Weg für die Flüchtlinge auch freigeben“, sagt der Revierleiter.

Die Waldfläche in der nahen Umgebung des Weges sei aber noch immer gefährlich und dürfe deshalb nicht betreten werden. Der Zaun dient als Sicherheit - damit kein Spaziergänger auf die Idee kommt, den Weg zu verlassen und ein Gebiet zu betreten, das voll von gefährlicher Munition ist.

Flüchtlinge wissen Bescheid

Dass die Umgebung neben dem Weg gefährlich ist, wüssten auch die Flüchtlinge, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. „In den Unterkünften selbst gibt es Aushänge.“ Auf denen sei zu lesen, dass in den Wäldern überall Munition liegt - und zwar in allen Sprachen, die momentan in der Pommernanlage gesprochen werden, sagt Kühlborn. „Nach der Zerstörung des Zauns haben wir die Betreuer noch einmal dafür sensibilisiert, den Flüchtlingen zu erklären, wie gefährlich es neben den Wegen ist.“

Der Bundesforst hatte bei dem Bau des Zauns zusätzlich bereits Schilder in regelmäßigen Abständen am Rand des Weges aufgestellt. Diese sind neben einem Text auch mit Bildern versehen, die Spaziergänger über die Gefahren aufklären sollen. „Auf den Schildern steht in verschiedenen Sprachen, dass Lebensgefahr besteht, wenn die Menschen den Weg verlassen“, sagt Nord.

Quelle: HNA

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