Familie reinigt Storchennest

Frühjahrsputz im Waberner Horst

Hoch über Wabern: Caroline Koch, Walter Koch und Dieter Mose (von links) reinigen das Storchennest auf dem Schornstein der Schreinerei Mose.

Wabern . So gehört sich das, wenn man aus einem langen Winterurlaub zurückkehrt. Die Wohnung muss ordentlich aussehen, dann fällt das Wiedereinleben in der Heimat gleich leichter. 

Die Waberner Störche, die ihr Domizil auf dem Schornstein der Tischlerei Mose haben, müssen sich darum noch nicht einmal selber kümmern.

Die Waberner Familie Mose startete jetzt mit Unterstützung der Gudensberger Dachdeckerfirma Koch einen Reinigungseinsatz in luftiger Höhe hoch über der Zuckergemeinde. Karl Koch und seine Tochter Caroline kamen mit einer Hebebühne nach Wabern, die bis auf 45 Meter ausgefahren werden kann.

Das Nest der Störche befindet sich auf dem Schornstein in 30 Metern Höhe. Ulrike Mose rechnet damit, dass die ersten Störche in den nächsten Tagen oder Wochen wieder heimkehren. Im vergangenen Jahr war der erste am 5. März eingetroffen. Diesmal haben einige Störche sogar in der Region überwintert.

Für die Heimkehrer sollte jedenfalls alles picobello sein, daher wurde das Nest gereinigt und für die neue Brutzeit vorbereitet. Im März 2010 war dort oben letztmalig sauber gemacht worden.

Hart wie Beton

Nun machten sich Caroline und Walter Koch gemeinsam mit Dieter Mose auf den Weg. Sie staunten nicht schlecht, wie schwer die Arbeit war. Der Untergrund und das Innere des Nestes waren hart wie Beton, schildert Ulrike Mose. Alles sei so verdichtet gewesen, dass noch nicht einmal das Regenwasser richtig ablief.

Walter Koch und Dieter Mose mussten Spaten und Kreuzhacke einsetzen, um das Innere des Nestes auszumisten. In der Vergangenheit war beim Frühjahrsputz manchmal für die Vögel gefährlicher Plastikmüll wie Schnüre gefunden worden.

Anschließend wurde das Nest mit starken Ästen, Obstreisig und Heu aufgefüllt, wodurch nun wieder eine gute Wasserdurchlässigkeit gewährleistet ist und es für die Störche hoch über Wabern wieder gemütlich werden soll.

Ulrike Mose hofft, dass vielleicht wieder das Storchenpaar Paul und Pauline auf dem Schornstein einzieht. Es könnte aber auch sein, dass die Moses neue Unter- oder besser gesagt Obermieter bekommen. (ode)

Quelle: HNA

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