Schwalm-Eder: Bauern kämpfen mit Folgen der Trockenheit

Schwalm-Eder. Hohe Saatgut- und Düngemittelpreise und die lang anhaltende Trockenheit haben den Landwirten in manchen Regionen im Schwalm-Eder-Kreis mächtig zu schaffen gemacht.

Besonders die Knüllwälder Bauern hat es laut Adolf Lux, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, schlimm erwischt. „Seit März regnete es nur zwölf Millimeter auf den Quadratmeter.“

Während es bereits vor Wochen in den meisten Regionen im Kreis ordentlich schüttete, blieb es im Knüll bis Pfingsten trocken. „An Heu hatten sie bisher null Ertrag. Um ihre Kühe zu füttern kaufen die Knüllwalder Bauern derzeit an Stroh, was sie bekommen“, sagt Lux. Das wirke sich auch auf die Milchleistung der Kühe aus. Die Gegend bei Schwarzenborn sei laut Lux ohnehin benachteiligt. Sie sei hügelig und steinig und nicht ansatzweise so fruchtbar wie das Waberner Becken, das verschärfe die Situation

Durch das trockene Wetter haben die Landwirte im LandKreis bei ihrer Wintergerste 20 Prozent weniger Ertrag, bei Weizen sind es zehn bis 15 Prozent. Von einer Katastrophe könne laut Lux aber noch keine Rede sein und er glaubt auch nicht, dass die Lebensmittelpreise dadurch stark steigen werden. Wie sich die Preise entwickeln hänge auch immer vom Ölpreis ab. Wenn dieser sinkt, fallen auch die Rohstoffpreise. Es hänge alles zusammen. Auch wenn die Landwirte heute mehr Geld für ihr Getreide bekommen, bleibt am Ende kaum mehr übrig. „Mit steigenden Getreidepreisen wachsen auch die Kosten für Saatgut und Düngemittel“, sagt Lux.

100 Kilogramm Backweizen wurden 2005 für 10,23 Euro an den Märkten gehandelt. Heute kostet die selbe Menge Getreide 24,70 Euro. Der Preis für 100 Kilogramm Weizensaatgut ist in den vergangenen Jahren von 37 auf 52 Euro gestiegen, und der Preis für das Düngemittel Kalkamonsalpeter stieg von 17,55 auf 31 Euro.

Quelle: HNA

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